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Bildung

WWF-Report 2024: Artensterben und Klimawandel verstehen

Der aktuelle WWF-Report wirft alarmierende Fragen über den Zustand unseres Planeten auf.

Redaktion Wild beim Wild — 10. Oktober 2024

Unter dem Titel «Wir zerstören, was uns am Leben hält» lassen die Autoren tief blicken in die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt und die Biodiversität.

Der Bericht verdeutlicht, dass das gegenwärtige Wirtschaftssystem und unser Lebensstil nicht nachhaltig sind und zeigt auf, wie diese Faktoren zu einem dramatischen Rückgang der Artenvielfalt führen.

Hauptpunkte des Berichts

  1. Artensterben: Der Report dokumentiert, dass durch Habitatverlust, Übernutzung von Ressourcen und Klimawandel jährlich Millionen von Tier- und Pflanzenarten bedroht sind. Die Bestände von Wildtieren nehmen weltweit dramatisch ab. In den letzten 50 Jahren seien die untersuchten Wirbeltierbestände – Säugetiere, Amphibien, Reptilien und Vögel – durch den Menschen um durchschnittlich 73 % zurückgegangen. Der Verlust biologischer Vielfalt hat nicht nur ökologische, sondern auch soziale und wirtschaftliche Konsequenzen.
  2. Ressourcennutzung: Die übermässige Nutzung natürlicher Ressourcen ist ein zentrales Thema. Der WWF macht deutlich, dass unser gegenwärtiger Ressourcenverbrauch weit über die planetarischen Grenzen hinausgeht. Diese Übernutzung führt zu irreversiblen Schäden an Ökosystemen, die für unser Überleben unerlässlich sind. Den stärksten Rückgang verzeichneten die Süsswasserökosysteme mit 85 %. Geografisch seien Lateinamerika und die Karibik mit 95 %, Afrika mit 76 % und die Asien-Pazifik-Region mit 60 % am stärksten betroffen. Sogenannte Kipppunkte drohten überschritten zu werden – damit würden unumkehrbare Veränderungen verursacht.
  3. Klimawandel: Die Auswirkungen des Klimawandels werden in dem Bericht ebenfalls ausführlich behandelt. Der Anstieg der globalen Temperaturen beeinflusst nicht nur das Wetter, sondern hat auch gravierende Auswirkungen auf die Lebensräume vieler Arten. Der WWF fordert dringend Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Grösster Treiber des Artensterbens sei die Zerstörung der Lebensräume von Tieren und Pflanzen durch den Menschen. «Wir zerstören, was uns am Leben hält», sagte Kathrin Samson, Vorständin Naturschutz beim WWF Deutschland. Unsere Gesundheit, Lebensmittelversorgung, Zugang zu sauberem Wasser, die Stabilität der Wirtschaft und erträgliche Temperaturen seien abhängig von intakten Ökosystemen und gesunden Wildtierbeständen. «Was wir für ein gutes und sicheres Leben benötigen, steht durch unsere Lebensweise auf dem Spiel.»

Ein Aufruf zum Handeln

Der WWF-Report endet mit einem eindringlichen Appell an Regierungen, Unternehmen und Einzelpersonen: Wir müssen unsere Lebensweise grundlegend ändern. Nachhaltigkeit sollte im Mittelpunkt aller politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen stehen. Jeder Einzelne ist aufgefordert, Beiträge zu leisten, sei es durch bewussteren Konsum oder durch aktives Engagement für den Schutz von Natur und Umwelt.

Dieser Bericht ist ein Weckruf. Die überwältigenden Informationen und Daten zeigen, dass wir auf dem besten Weg sind, die Grundlagen unseres Lebens zu zerstören. Es liegt an uns, diesen Trend umzukehren und die Natur zu schützen, die uns allen das Leben ermöglicht.

Bei drei in Kürze anstehenden Weltkonferenzen – in Kolumbien über die biologische Vielfalt, in Aserbaidschan über das Klima und in Südkorea zum Thema Plastikmüll – müssten dringend Fortschritte erzielt werden.

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