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Jagd

«Feminist» und «Nigerianer» starben nicht umsonst

Beim Stierkampf in Gijón wurden Stiere mit den Namen »Feminist« und »Nigerianer« getötet. Die Bürgermeisterin sieht darin einen Verstoss gegen die Menschenrechte.

Redaktion Wild beim Wild — 20. August 2021

Gijón ist eine grosse Küstenstadt im Norden Spaniens.

Ende der Corridas in Gijón

Die Bürgermeisterin Ana González Rodríguez hat nun überraschend angekündigt, dass der Stadtrat die Konzession für die Stierkampfarena von El Bibio nicht verlängern wird. Diese Entscheidung bedeutet, dass keine Stierkämpfe mehr stattfinden.

Weil bei einem Stierkampf in Gijón zwei Stiere mit den Namen «Feminist» und «Nigerianer» getötet wurden, sieht die Bürgermeisterin «mehrere Grenzen überschritten». Die Veranstaltung sei für «ideologische» Ziele benutzt worden und habe gegen die Menschenrechte verstossen.

«So etwas darf nicht zugelassen werden», betont González Rodríguez.

Stierkämpfer spricht von einer «Schande»

Die konservative Volkspartei PP kündigte gerichtliche Schritte an. Das Verbot stelle eine «ideologische Bevormundung» und «eine Einschränkung der Freiheit» dar. Der berühmte Stierkämpfer El Juli kritisierte die Massnahme als «absurd» und «eine Schande». Politikerinnen und Politiker des linken Spektrums lobten dagegen den Vorstoss der 58-Jährigen.

Inwieweit man Stierkämpfe in Spanien untersagen oder beschränken kann, ist umstritten. Nachdem Dutzende Gemeinden und Regionen im ganzen Land Verbote verabschiedet hatten, urteilte das Verfassungsgericht in Madrid 2016, dass nur der Staat über eine Abschaffung solcher Veranstaltungen entscheiden könne – weil der Stierkampf 2013 zum nationalen Kulturgut erklärt worden sei.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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