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Jagd

Wildfleisch: Risiken, Blei und Jagdmythen

Wildfleisch birgt Risiken durch Bleibelastung und Parasiten. Die Hobby-Jägerschaft verschweigt die Gefahren für Konsumenten systematisch.

Redaktion Wild beim Wild — 11. Juli 2022

Eine im «Annals of Neurology» veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Gehirne von Fleischliebhabern schneller altern.

Die Untersuchung basiert auf den Daten der «Women’s Health Study» und bezog sich auf 6’200 gesunde Frauen.

Es wurde ein Zeitraum von fünf Jahren beobachtet. Frauen, die ihren Fettbedarf zu einem hohen Anteil aus gesättigten Fettsäuren deckten, wiesen deutlich geringere kognitive Leistungen auf. Frauen, die hingegen vor allem Lebensmittel mit ungesättigten Fettsäuren zu sich nahmen, waren geistig leistungsfähiger.

Immer wieder warnen Studien über rotes Fleisch vor einem erhöhten Diabetesrisiko, Gebrechlichkeit, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, usw.

Fleisch enthält immer einen hohen Anteil an Giften und macht extrem anfällig für Krankheiten körperlicher und geistiger Natur. Verarbeitetes Wildfleisch ist wie Zigaretten, Asbest oder Arsen krebserregend, erklärt auch die Weltgesundheitsorganisation WHO. 50 g Fleisch = Fleisch = 18 % höheres Krebsrisiko

In Kanada ist es in der Regel verboten, Wildfleisch vom Hobby-Jäger in Restaurants oder Geschäften zu verkaufen, weil es eher als Gift bewertet wird als Nahrungsmittel, laut einem Artikel in «The Globe and Mail». Zum einen soll das Verbot dem Artenschutz dienen und zum anderen, weil es nicht sicher ist. Unkontrolliertes Fleisch kann auch für die menschliche Gesundheit – Magen- und Darmparasiten – sehr gefährlich sein. Weil Wildtiere frei umherwandern können, sind sie Krankheitserregern wie Tuberkulose, Giardia, E. coli, Salmonellen, Sarcocystis usw. viel mehr ausgesetzt. Wildfleisch ist öfter mit gefährlichen Bakterien und Keimen belastet als angenommen.

Die Art der Jagd bestimmt auch die Fleischqualität. Treibjagd oder Drückjagd produzieren noch minderwertigeres Fleisch, welches nicht selten auch noch mit der Munition verseucht ist. Die Fleischhygiene bei den Hobby-Jägern entspricht auch keinen normalen Standards. Das Wildbret liegt oft stundenlang ohne Kühlung herum – ein fachgerechter Umgang nach den üblichen gesetzlichen Vorschriften  ist nicht ersichtlich.

Wildtiere leben in ständiger Angst wegen den Hobby-Jägern. Insbesondere wenn sie gejagt werden, produzieren sie Unmengen giftiger Hormone, Adrenalin usw., welche sich im Fleisch zusammen mit den anderen bereits vorhandenen Giften und Schlacken vereinigen. Schon den alten Römern war bekannt, dass, wenn sie Sklaven zu Tode folterten, diese ein bestimmtes Gift im Speichel entwickelten, mit dem man andere vergiften konnte. Die Todesangst geht also in Gewebe der Wildtiere ein und wird vom Menschen mitgegessen.

Lässt rotes Fleisch das Gehirn schneller altern?

Die Wissenschaftler führen die unterschiedliche Leistungsfähigkeit auf eine beschleunigte Alterung des Gehirns zurück, die bei einem hohen Konsum von rotem Fleisch auftritt. Die Gehirne der Fleischliebhaber wiesen einen Alterungszustand auf, der für Menschen, die um fünf bis sechs Jahre älter sind, typisch ist.

Die Empfehlung der Forscher lautet, den Konsum von rotem Fleisch zu reduzieren und tierische Fette durch Pflanzenfette zu ersetzen.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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