2. April 2026, 07:51

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Kampagnen & Jagd

Umfrage: 68 Prozent wollen strengen Wolfsschutz

Diese Umfrageergebnisse zeichnen ein umfassendes Bild der öffentlichen Meinung in ländlichen Gebieten in Deutschland, Frankreich, Spanien, Holland, Italien, Belgien, Polen, Rumänien, Dänemark und Schweden.

Redaktion Wild beim Wild — 2. Dezember 2023

68 % für strengen Wolfsschutz

Grosse Beutegreifer, darunter auch Wölfe, sollten in der EU streng geschützt bleiben und ein Recht auf Koexistenz mit dem Menschen haben, so die überwältigende Mehrheit der Landbewohner in zehn EU-Mitgliedstaaten.

Die im November 2023 veröffentlichte Umfrage zeigt, dass viele Landbewohner den Schutz von Wölfen und anderen Beutegreifern befürworten: 68 % sind überzeugt, dass sie streng geschützt werden sollten, und mehr als zwei Drittel (72 %) stimmen zu, dass sie ein Recht auf Koexistenz haben.

«Die Rückkehr der Wölfe in Europa ist ein Grund zum Feiern, nicht zum Fürchten. Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen deutlich, dass die Mehrheit der Menschen, die in der Nähe von Wölfen leben, deren Schutzstatus befürworten und bereit sind, mit ihnen zu koexistieren.»

Reineke Hameleers, CEO, Eurogroup for Animals

Hobby-Jagdlobby fühlt sich schlecht vertreten

Die Landwirtschafts- und Hobby-Jagdlobby hat immer wieder darauf gedrängt, den Schutzstatus der Wölfe herabzustufen. Dennoch gab ein sehr geringer Anteil der Befragten an, dass sie sich von den Interessengruppen der Hobby-Jagd (12 %) und der Landwirtschaft (18 %) gut vertreten fühlen.

66 % der Befragten gaben an, dass die Entscheidungsträger, einschliesslich der EU-Institutionen, der Erhaltung von grossen Beutegreifern Vorrang einräumen sollten. 65 % sagten, dass die Tötung einzelner problematischer Beutegreifer nur dann erfolgen sollte, wenn nachgewiesen werden kann, dass angemessene Schutzmassnahmen durchgeführt wurden und versagt haben. Wölfe spielen unter anderem eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Beutepopulationen, der Verhinderung von Überweidung und tragen letztlich zu gesünderen Ökosystemen bei.

Koexistenz statt Abschuss

62 % der Befragten gaben an, dass sie sich sicherer fühlen würden, wenn sie besser verstehen würden, wie sich Wölfe und Bären verhalten und wie sie sie im Falle einer Begegnung verscheuchen können.

Instrumente zur Verhinderung und zum Ausgleich der wirtschaftlichen Schäden, die Wölfe bei Nutztieren verursachen, sind vorhanden, und angesichts dieser Ergebnisse fordern wir die Europäische Kommission und andere EU-Institutionen auf, auf die Stimme der ländlichen Gemeinden zu hören, den strengen Schutzstatus der Wolfspopulationen beizubehalten und weiterhin eine ehrgeizige Habitat-Richtlinie umzusetzen.

Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd

Mitmach-Aktion: Fordert bei Eurer Gemeinde aufgrund der katastrophalen Politik von Bundesrat Albert Rösti (SVP) ein Erlassgesuch für die Bundes- und Kantonssteuern aufgrund des neulich bewilligten Abschusses von Wölfen in der Schweiz. Den Musterbrief könnt ihr hier downloaden: https://wildbeimwild.com/ein-appell-fuer-eine-veraenderung-in-der-schweiz/

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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