Niedersachsen: Landwirt häckselt Wildschweine
Ein Landwirt häckselt neun Wildschweinjunge auf einem Feld in Niedersachsen. Die Tierquälerei sorgt für Empörung. Behörden ermitteln.
Im Januar soll ein Landwirt mit einem Traktor die Senfsaat auf einem Feld im Flecken Bovenden gehäckselt und dabei neun Wildschweinjunge getötet haben.
Neun Frischlinge getötet
Zeugenaussagen zufolge war dem Beschuldigten bewusst, dass sich die Frischlinge im Feld befinden könnten. PETA schliesst sich mit einer Anzeige dem bereits laufenden Strafermittlungsverfahren an.
Die Tat in Bovenden war ein Blutbad: Rund um die zerstückelten Körper sollen je etwa eineinhalb Quadratmeter grosse Blutflecke gewesen sein. Der Landwirt hat die wenige Wochen alten Tierkinder unserer Ansicht nach fahrlässig getötet.
Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA
Hintergründe zur Tat in Bovenden
Nachdem der Landwirt die ersten beiden Frischlinge mit dem Häcksler getötet hatte, habe er überlegt, den Jagdpächter anzurufen, dies jedoch unterlassen. Daher wirft PETA dem Trecker-Fahrer vor, den Tod der weiteren Tiere bewusst in Kauf genommen zu haben.
Unterlassen von Schutzmassnahmen ist strafbar
Rechtskräftige Verurteilungen bestätigen, dass das Unterlassen entsprechender Schutzmassnahmen strafbar ist. Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, ein Wirbeltier ohne «vernünftigen Grund» zu töten. Haben Landwirtinnen und Landwirte keine Wärmebildkamera im Fahrzeug, sind sie verpflichtet, die Felder im Vorfeld abzusuchen.
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