Jagdverordnung: Mehr Schutz für den Wolf gefordert
Die Vernehmlassung zur Jagdverordnung läuft. Tier- und Naturschutzorganisationen fordern mehr Unterstützung für das Zusammenleben mit dem Wolf.
Bis Mitte kommender Woche läuft die Vernehmlassung zu Anpassungen der Jagdverordnung.
Aus Sicht der Naturschutzorganisationen erfüllen die vorgeschlagenen Änderungen drei entscheidende Vorgaben weitgehend: Einhaltung des Volkswillens nach dem Nein zum Jagdgesetz, Förderung des Zusammenlebens von Wolf und Bergbevölkerung und Erhaltung der regionalen Wolfsbestände.
Das entscheidende Standbein beim Zusammenleben von Wolf und Bergbevölkerung ist der Herdenschutz. Hier ist der Entwurf des Bundesrates enttäuschend ausgefallen: Nur gerade eine halbe Million Franken soll für den Herdenschutz zusätzlich zur Verfügung stehen.
Verordnung muss Lücken im Herdenschutz schliessen
Besonders für kleine Schaf- und Ziegenherden sind die Beiträge an die Behirtung heute viel zu tief. Bei Eingriffen gegen den Wolf muss seine entscheidende Rolle im Ökosystem Wald berücksichtigt werden. Besonders im Berg- und Schutzwald müssen der Einfluss des Wolfes auf Schalenwildbestände und seine Rolle zur Verbesserung der natürlichen Waldverjüngung verstärkt beachtet werden.
Baldige Gesetzesrevision mit Verbesserungen beim Schutz der Wildtiere
Die Naturschutzorganisationen fordern, dass die Änderung an der Verordnung auf den Beginn des Alpsommers in Kraft tritt. Umso mehr muss rasch eine Revision des Jagd- und Schutzgesetzes kommen, welche die Schutzanliegen aufnimmt.
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