Luchspopulation wächst in der Nordostschweiz leicht
Das neuste Luchsmonitoring von Kora, dem Schweizer Kompetenzzentrum für Raubtierökologie und Wildtiermanagement zeigt, dass in der Nordostschweiz die Dichte des Luchsvorkommens im Vergleich zur letzten Erhebung leicht angestiegen ist. Am Tössstock gibt es mehr Luchse, im Gebiet Speer, Churfirsten, Alvier hingegen weniger.
Luchs
Das neuste Luchsmonitoring von KORA, dem Schweizer Kompetenzzentrum für Beutegreifer-Ökologie und Wildtiermanagement zeigt, dass in der Nordostschweiz die Dichte des Luchsvorkommens im Vergleich zur letzten Erhebung leicht angestiegen ist.
An 70 Standorten in der Nordostschweiz wurden im letzten Winter während 60 Tagen je zwei Fotofallen aufgestellt. In den Kantonen St. Gallen, Zürich, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden wurden Aufnahmen der scheuen Beutegreifer gesammelt. Aufgrund der charakteristischen Fellmuster konnten 17 selbständige Luchse und acht bis zehn Jungtiere identifiziert werden.
Aus den gesammelten Daten rechnete KORA eine Luchsdichte von 2,53 Tieren je 100 Quadratkilometer hoch. Bereits im vorherigen Winter zeigten Luchse im Oberland grössere Aktivitäten. Im Jahr 2017 brachte es der Luchs B132 gar zu internationaler Bekanntheit. Das im Tössstockgebiet geborene Tier wurde im italienischen Trentino eingefangen. Es hatte über 200 Kilometer zurückgelegt.
Ausblick Schweiz
2017 kam es laut KORA zu 30 Luchs-Verlusten. 2010 waren es erst zehn gewesen. «Die steigende Zahl der Verluste ist ein Ergebnis davon, dass wir immer mehr Beutegreifer im Land haben», sagt Fridolin Zimmermann von KORA. 2010 lebten laut Schätzungen noch rund 130 selbständige Tiere in der Schweiz. Die jüngste Schätzung beläuft sich bereits auf rund 200 Tiere.
Rund 16 Prozent der bisher insgesamt gefundenen Luchse sind Wilderern zum Opfer gefallen, wobei die Dunkelziffer hoch ist. Häufigste Todesursache sind Verkehrsunfälle; sie sind für jeden dritten Verlust verantwortlich. Mehr zu Wildtieren und zur Biodiversität.
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