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Tierrechte

Italien: Partei lanciert Referendum zur Abschaffung der Hobby-Jagd

Michela Vittoria Brambilla sitzt für die Forza Italia in der italienischen Abgeordnetenkammer und ist Gründerin der neuen Partei „Movimento Animalista“.

Redaktion Wild beim Wild — 8. Dezember 2017

Michela Vittoria Brambilla sitzt für die Forza Italia in der italienischen Abgeordnetenkammer und ist Gründerin der neuen Partei «Movimento Animalista».

Jetzt hat die ehemalige Tourismusministerin mit einer aufsehenerregenden Aktion aufhorchen lassen. Sie lanciert eine Kampagne für ein Referendum zur Abschaffung der Hobby-Jagd in Italien.

Ihr Anliegen ist es, «nicht menschliche Personen» in die Verfassung einzufügen. Die Zeit dafür sieht sie nun gekommen, wie italienische Medien berichten.

92 Prozent stimmten gegen die Hobby-Jagd

Schon 1990 hat es ein Referendum zur Abschaffung der Hobby-Jagd gegeben. Damals wurde das Quorum nicht erreicht. Von knapp 44 Prozent der Wahlberechtigten stimmten aber 92 Prozent gegen die Hobby-Jagd.

Jetzt will Brambilla auch jene Bürger überzeugen, die in der Vergangenheit nicht ihre Meinung dazu geäussert haben. Die grosse Mehrheit der Italiener ist gegen diese anachronistische und gewalttätige Praxis. «Die Mentalität der Italiener hat sich verändert und wir sind daher bereit, für einen Quantensprung im Zeichen der Tiere und ihrer Rechte», sagt die Politikerin. «Rechte denen zu geben, die keine Stimme haben, ist ein Zeichen der Zivilisation.»

Auf Kritik stösst sie mit ihrer Idee naturgemäss bei den Hobby-Jägern und Jagdvereinigungen in Italien. Auch in der Schweiz wächst die Kritik an der Hobby-Jagd.

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