Hobby-Jäger beginnen das Jahr 2025 standesgemäss
Die selbst ernannten Tier- und Naturschützer sind auch im neuen Jahr in den Medien ein grosser Spaltenfüller im negativen Sinn.
Ein paar Schlagzeilen aus der ersten Januarwoche dokumentieren klar, dass die Hobby-Jagd nicht funktioniert. Hobby-Jäger haben weder eine gute Ausbildung noch sind sie ethisch und geistig auf der Höhe und schlampig im Waffengebrauch.
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Manipulation und Unwahrheiten
Insbesondere bei der Hobby-Jagd und den Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jägern ist es überaus elementar, dass die Bevölkerung ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze. Die Hobby-Jagd ist seit Jahrzehnten nichts anderes als eine permanent kostenintensive Baustelle und Streitpunkt für die Politik, Forst, Landwirtschaft, Verwaltungen, Justiz, Krankenkassen, Versicherungen, Tierschutzorganisationen, Umwelt- und Naturschutzorganisationen, Polizei, Bund, Medien usw.
Die Hobby-Jagd ist kein rechtschaffenes Handwerk. Es gibt keine Standards, Ethik, gute Wissenschaft oder Regeln bei der Hobby-Jagd, die gesellschaftlichen Normen, nicht einmal innerhalb der Hobby-Jägerschaft, und vor allem tierschützerischen Argumenten standhalten.
Genauso wie es ethisch nicht richtig ist, eine Wildtierart zu dezimieren, um eine andere zu schützen, kann das Massakrieren nicht richtig sein. Man hat über Jahrzehnte für die Hobby-Jagd unnatürlich hohe Huftierbestände herangezüchtet. Dies jetzt mit faulen Ausreden von fehlenden Beutegreifern wie dem Fuchs usw. zu begründen, welche man insbesondere aus Hobby-Jägerkreisen immer noch bekämpft, ist einfach nur schäbig.
Die Hobby-Jagd als katastrophales Versagen
Die Hobby-Jagd stellt immer ein katastrophales Versagen wissenschaftlichen Könnens und Vorstellungsvermögens dar. Wenn es mit dem ökologischen Auftrag wirklich so ernst wäre, so bestünde der Sinn der Hobby-Jägerei in nichts anderem als der Abschaffung ihrer Notwendigkeit. Die grösste Freude des Hobby-Jägers wäre dann der sich selbst regulierende Wald, der ihn davor bewahrte, seinem ungeliebten blutigen Handwerk nachgehen zu müssen.
Jagen, um Bestände zu dezimieren und massakrieren, ist historisch gesehen keine Jagd, sondern terroristischer Zooizid. Das heutige Morden von Wildtieren durch den modernen Hobby-Jäger resultiert hauptsächlich aus Habsucht, Gewinnsucht, Genuss, Gleichgültigkeit und Geringschätzung des Schicksals der Tiere gegenüber. Die richtigen Jäger der Naturvölker würden so etwas niemals gutheissen.
Wildschongebiete zeigen den Weg
Wildbiologische Studien belegen, dass die in einem Wildschongebiet lebenden Tiere einen Grossteil ihrer erzwungenen, unnatürlichen Scheu verlieren und dadurch ihre unnatürlichen, nächtlichen Aktivitäten wieder vermehrt in den Tag verlegen. Dies soll auch zu weniger Strassenunfällen mit Wildtieren führen – was man sieht, überfährt man in der Regel nicht. Wildtiere verhalten sich bei Tageslicht anders. Wildbiologen wie Karl-Heinz Loske berichten immer wieder hocherfreut über die Entwicklung in Gebieten ohne Hobby-Jagd. Man sieht eine höhere Artenvielfalt, geringere Dichte von jagdbaren Wildtierarten, geringere Schäden und weniger Autounfälle.
Erfahrungen aus verschiedenen Ländern und Gebieten zeigen, dass sich der Wildtierbestand in einem vor Hobby-Jägern geschützten intakten Wildschongebiet weitgehend selbst reguliert. Sollte es dennoch notwendig werden, regulierend einzugreifen, so hat dies aus tierschützerischer Sicht ausschliesslich durch professionell ausgebildete Wildhüterinnen und Wildhüter zu erfolgen, die sich beruflich mit einem zeitgemässen Wildtiermanagement (Tierschutz, Sicherheit, Wissenschaft, Wildbiologie usw.) beschäftigen.
Die Einführung eines ethischen Wildmanagements führt zudem dazu, dass es künftig möglichst keine Jagdunfälle mehr geben soll. Auch Haustiere und Nutztiere sollen nicht mehr irrtümlich getötet werden. Die Sicherheit der Bevölkerung bei Freizeitaktivitäten im Wald und im Flur ist wieder gewährleistet. Tierquälerische Jagdmethoden «for Fun» gehören dann ebenfalls der Vergangenheit an. Damit ermöglicht der Staat wieder zunehmend Naturerlebnisse mit Wildtierbeobachtungen und er fördert wie z. B. im Kanton Genf die Biodiversität sowie das Allgemeinwohl und seelische Wohlbefinden der Bevölkerung.
Gerade in einem dicht besiedelten Gebiet ist die Einführung eines zeitgemässen Wildtiermanagements erwünscht, da dieses eine hohe Garantie für weniger Dichtestress (Burn-out usw.) für die Wildtiere bedeutet. Entstresste Wildtiere sind auch weniger krankheits- und verhaltensauffällig.
Die für die Hobby-Jäger interessanten Wildbestände werden seit Jahrzehnten nicht wirklich reguliert, sondern dezimiert und die Geburtenrate stimuliert. Folge der jetzigen Methoden ist, dass insbesondere die Weidetiere Rehe noch scheuer werden und ihre tageszeitlichen Aktivitäten vollends in die Nacht verlegen. Dies führt zu vielen Verkehrsunfällen. Die Bestände an Wildschweinen, Rehen, Hirschen und Co. sind förmlich explodiert und ausser Kontrolle. Das ist kein Naturverständnis.
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