Grundwasser schweizweit mit TFA belastet
Das Grundwasser ist schweizweit mit TFA belastet. Die Chemikalie gilt als gesundheitsschädlich und gelangt durch Pestizide ins Grundwasser. Die Schweizer Landwirtschaft setzt jährlich 2000 Tonnen Pestizide ein.
Vor 30 Jahren hat der Bund die neuen ergänzenden und ökologischen Direktzahlungen eingeführt.
Die Direktzahlungen sind heute mit einem finanziellen Volumen von rund 2,8 Milliarden Franken pro Jahr neben dem Grenzschutz das wichtigste Instrument der Schweizer Agrarpolitik.
TFA im Grundwasser: Flächendeckende Belastung
Doch die Bilanz der jährlichen Milliardenzahlungen ist niederschmetternd, wie auch ein aktueller Bericht des Bundesamts für Umwelt aufzeigt: Unser Grundwasser ist flächendeckend mit der Chemikalie TFA belastet. 80 % unseres Trinkwassers stammen aus Grundwasser.
TFA (Trifluoracetat) gilt als gesundheitsschädlich und gelangt durch die Anwendung von Pestiziden ins Grundwasser. Derzeit sind in der Schweiz 29 Pestizide zugelassen, aus denen TFA entsteht, darunter Flufenacet. Dieses Herbizid wurde von der europäischen Lebensmittelbehörde als fortpflanzungsschädlich und hormonell schädigend für Mensch und Umwelt eingestuft. Die EU-Kommission will deshalb TFA-bildende Pestizide verbieten. In der Schweiz gibt es keine TFA-Grenzwerte für Grundwasser und Trinkwasser. Erst Ende Oktober wurden weitere Pestizide mit Flufenacet für die Landwirtschaft zugelassen.
Bundesrat ignoriert Trinkwasserproblematik
An der Medienkonferenz zur Initiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser» hat der Bundesrat die weitreichenden schädlichen Folgen der heutigen Agrarpolitik für unsere Trinkwassersicherheit mit keinem Wort erwähnt und unsere Initiative ohne Gegenvorschlag abgelehnt.
Die Agrarpolitik der letzten 30 Jahre zeigt uns:
Es braucht sie mehr denn je – die Initiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser» – die starke Stimme aus dem Volk!
Die Initiative kommt voraussichtlich 2027 zur Abstimmung.
Nachhaltige Alternativen statt Pestizide
Für eine sichere Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser brauchen wir nebst mehr pflanzlichen statt tierischen Lebensmitteln nachhaltige Anbausysteme wie Mischkulturen, Agroforstwirtschaft, regenerative Landwirtschaft. Diese ersetzen Pestizide durch eine hohe Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität und sorgen so mit einem natürlichen Pflanzenschutz für mehr Ertrag und sauberes Trinkwasser.
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Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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