Wolfsmanagement Schweiz: Kontroversen zur Hochjagd
Der Verein Wildtierschutz Schweiz hat Beschwerde gegen die geplante Regulierung von Jungwölfen eingereicht.
Der Verein argumentiert, dass der Abschuss von Jungwölfen gegen das geltende Jagdgesetz verstösst, da die Welpen in der Regel noch keinen Schaden angerichtet haben und keine Gefahr für den Menschen darstellen.
Der Verein Wildtierschutz Schweiz fordert, dass die Jagd gestoppt wird, solange die Beschwerden noch bearbeitet werden.
Das Verwaltungsgericht Graubünden hat die Beschwerde zurückgewiesen und um weitere Unterlagen gebeten. Der Verein hat bis zum 20. September Zeit, diese Unterlagen nachzureichen, wie Vereinspräsident Roberto A. Babst erklärt. «Das werden wir nun mithilfe juristischer Unterstützung tun», sagt er.
Auch in den Kantonen Wallis, Waadt, St. Gallen und Tessin hat der Verein mit Sitz in Zizers eine Verwaltungsbeschwerde eingereicht, wie er in einer Mitteilung schreibt.
In der Zwischenzeit hat der Kanton Informationen zur Hochjagd veröffentlicht, dabei aber die Wolfsabschüsse ausgelassen.
Die ersten Tage der Hochjagd waren von milden Temperaturen und Föhn geprägt, deshalb war die Jagdstrecke wahrscheinlich nur mittelmässig. Allerdings ist die Anzahl an Hirschen, Rehen und Gämsen noch unbekannt. Die Jagd wurde durch das wechselhafte Wetter und reichlich Futter in den Hochlagen erschwert.
Insgesamt beteiligen sich dieses Jahr rund 5’200 Flintenfuchtler an der Hochjagd. Aufgrund des Wetters wird vermutet, dass weniger Hirsche erlegt wurden, und sich die Jägerschaft eher auf die Gamsjagd verlagert hat. Es ist schwierig, abzuschätzen, wie viele Rehe geschossen wurden.
Es gibt keine aktuellen Zahlen über Wolfsabschüsse. Der Kanton wird Anfang Oktober ein Fazit dazu liefern.
Der zweite Block der Hochjagd beginnt am Montag und dauert bis zum 29. September. Wenn die Temperaturen sinken und Schnee fällt, ziehen die Hirsche in tiefere Lagen – und das wiederum sind optimale Bedingungen für die Jagd.
Mitmach-Aktion: Fordert bei Eurer Gemeinde aufgrund der katastrophalen Politik von Bundesrat Albert Rösti (SVP) ein Erlassgesuch für die Bundes- und Kantonssteuern aufgrund des neulich bewilligten Abschusses von Wölfen in der Schweiz. Den Musterbrief könnt ihr hier downloaden: https://wildbeimwild.com/ein-appell-fuer-eine-veraenderung-in-der-schweiz/

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