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Kriminalität & Jagd

Die spanische Nationalpolizei verhaftet drei Hobby-Jäger

In einer nächtlichen Operation hat die Naturschutzeinheit der Guardia Civil (Seprona) kürzlich eine Gruppe mutmasslicher Wilderer in der Sierra de Albarracín festgenommen.

Redaktion Wild beim Wild — 19. September 2025

Die drei Männer im Alter zwischen 25 und 38 Jahren stehen im Verdacht, im Jagdreservat Montes Universales ein Reh illegal erlegt zu haben.

Der Einsatz begann gegen 1:00 Uhr, als Ranger des Reservats und Naturschutzbeamte der aragonesischen Regierung ein verdächtiges Fahrzeug auf der Strasse A-1512 zwischen Torres de Albarracín und Tramacastilla bemerkten. Das Auto war zuvor im Jagdgebiet unterwegs gewesen. Eine alarmierte Seprona-Patrouille stoppte den Wagen kurz darauf und nahm die Insassen fest. Nach Angaben der Guardia Civil stammen die Verdächtigen aus Albacete, Almería und Granada.

Illegale Jagdwaffen beschlagnahmt

Im Inneren des Fahrzeugs stiessen die Beamten auf umfangreiche Jagdausrüstung: ein Winchester-Bergara-Gewehr Kaliber .308 mit Nachtsichtgerät (in Aragon verboten) und Patronen im Lauf, ein weiteres Gewehr Kaliber .243 mit Schalldämpfer, Taschenlampen, Zielfernrohre und Jagdmesser. Einen Schalldämpfer hatten die Verdächtigen offenbar kurz vor der Kontrolle aus dem Fenster geworfen. Sämtliche Waffen und Ausrüstungsgegenstände wurden wegen Verstössen gegen die Waffen- und Sprengstoffverordnung sowie gegen regionale Jagdbestimmungen beschlagnahmt.

Wilderer stammen oft aus dem Jägermilieu

Nach Einschätzung von Fachleuten stammen viele Wilderer aus dem Umfeld der Jagd. Hobby-Jäger kennen Wildtierbestände, Jagdgebiete und besitzen oftmals entsprechende Ausrüstung. Manche jagen trotz gesetzlicher Beschränkungen weiter – sei es aus wirtschaftlichen Gründen (Wildbretverkauf, Trophäen) oder wegen persönlichen Störungen. Entscheidend ist allerdings der Unterschied zwischen legaler Jagd und Wilderei: Während legale Hobby-Jäger mit Genehmigung und innerhalb festgelegter Jagdzeiten handeln, verstossen Wilderer bewusst gegen Schutzvorschriften, Jagdzeiten oder nutzen verbotene technische Mittel wie Nachtsichtgeräte, Drohnen oder Schalldämpfer.

Ermittlungen laufen weiter

Die drei Festgenommenen müssen sich wegen eines mutmasslichen Verbrechens gegen die Tierwelt vor dem Dritten Untersuchungsgericht von Teruel verantworten. Die Guardia Civil kündigte an, die gemeinsamen Kontrollen mit der Nationalpolizei (Agentes de Protección de la Naturaleza, APN) in den Sommermonaten zu verstärken. Ziel sei es, illegale Jagd in der Sierra de Albarracín konsequent zu unterbinden und die heimische Tierwelt wirksam zu schützen.

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