10. April 2026, 11:40

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Tierwelt

Arktis: Tundra setzt mehr CO₂ frei als sie aufnimmt

Höhere Temperaturen, steigende Niederschläge, Waldbrände: In der Arktis sind die Klimawandel-Auswirkungen stark spürbar. Das hat Folgen für Tiere und Menschen.

Redaktion Wild beim Wild — 12. Dezember 2024

Über Jahrtausende hat die arktische Tundra Kohlenstoffdioxid im gefrorenen Boden und in Bäumen gespeichert.

Nun gibt sie einem Bericht zufolge mehr CO₂ in die Atmosphäre ab, als sie aufnimmt. Grund dafür seien neben steigenden Temperaturen auch häufigere Waldbrände, erklärte die US-Klimabehörde NOAA.

In den vergangenen 20 Jahren seien durch Brände in der Nordpolarregion durchschnittlich 207 Tonnen Kohlenstoff pro Jahr in die Luft gelangt. So heisst es in dem Bericht, an dem 97 Forschende aus elf Ländern mitgewirkt haben. Ausserdem entweiche dort ständig klimaschädliches Methan. Damit trage die arktische Tundra, die selbst von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist, zu diesem bei.

Folgen für Pflanzen, Tiere und Menschen

Die Landtemperaturen seien in diesem Jahr die zweitwärmsten seit dem Jahr 1900 gewesen. Die vergangenen neun Jahre waren die neun wärmsten überhaupt in der Arktis. Es handle sich um eine «dramatische Veränderung», erklärte die Behörde.

Pflanzen, Wildtiere und Menschen seien gezwungen, sich schneller an eine «wärmere, feuchtere und unsicherere Welt anzupassen», heisst es weiter. Der zunehmende Regen beispielsweise falle oft auf Schnee, sodass die ganze Oberfläche von einer Eisschicht überzogen wird. Was den Menschen die Fortbewegung erschwere und den Tieren die Futtersuche.

Die Zahl der wandernden Rentiere in der Tundra ist in den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten um 65 Prozent zurückgegangen, wie es im NOAA-Bericht weiter heisst. Dafür seien unter anderem die Hitze im Sommer und steigende Niederschläge verantwortlich. Ein weiterer Rückgang der Zahl der Rentier-Herden wird befürchtet.

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