Delphintötungen auf den Färöer-Inseln
Zehn Tage nach der Massentötung von 1'400 Delfinen wurden auf den Färöer-Inseln erneut 52 Grindwale brutal getötet. OceanCare fordert Konsequenzen.
Nur zehn Tage nach der Massentötung von mehr als 1’400 Delfinen wurde gestern Mittwoch, 22. September, auf den Färöer-Inseln neuerlich eine Treibjagd durchgeführt.
52 Grindwale brutal getötet
Diesmal wurden 52 Grindwale in eine Bucht getrieben und brutal getötet. Die Meeresschutzorganisation OceanCare ruft Regierungen der Europäischen Union und auch die EU-Kommission auf, unverzüglich zu reagieren und sowohl Dänemark als auch die regionale Regierung der Färöer-Inseln dazu zu bewegen, die Treibjagden auf Wale und Delphine umgehend einzustellen.
«Die aktuelle Tötung von Grindwalen ist eine unerträgliche Provokation», sagt Nicolas Entrup, Co-Direktor für Internationale Zusammenarbeit bei OceanCare. Die zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln sind kein Teil der Europäischen Union und fühlen sich somit nicht an die Walschutzbestimmungen gebunden.
Die Treibjagd seitens der Färöer, die ganze Delfinschulen vernichtet, untergräbt die Bemühungen der Staaten, die ohnehin durch zahlreiche Gefahren unter Druck stehenden Kleinwale zu schützen. Wer sich über den Verlust der Artenvielfalt sorgt, muss diesen sinnlosen Praktiken ein Ende setzen.
Fabienne McLellan, Sprecherin von OceanCare
OceanCare fordert internationalen Protest
OceanCare ruft zum internationalen Protest auf. Eine Online-Petition richtet sich an die EU-Kommission und Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten, um konkrete Schritte gegenüber den Färöer-Inseln einzuleiten. Die Organisation fordert die offizielle Verurteilung dieser Jagd, gemeinsame diplomatische Noten für ein sofortiges Ende der Treibjagden und positive Anreize durch Dänemark.
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