2. April 2026, 23:24

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Jagd

Die schlechtesten Schützen dürfen auf Wolfsjagd

Das widerrechtliche Gesetz in der Schweiz erlaubt inzwischen auch präventive Abschüsse. Das heisst, manche Wölfe dürfen zwischen September und Januar geschossen werden, obwohl sie nicht negativ in Erscheinung getreten sind.

Redaktion Wild beim Wild — 2. August 2024

Mit der auf EU-Ebene und Berner Konvention widerrechtlichen JSV-Teilrevision, die am 1. Dezember 2023 in Kraft getreten ist, wurde für die Kantone die Möglichkeit geschaffen, die Wolfsbestände zu regulieren. 

Zur Unterstützung der behördlichen Regulation ist der Abschuss von Wölfen durch Hobby-Jäger neu in bestimmten Fällen in der Schweiz zulässig.

Dies melden die Ämter für Jagd und Blödsinn in Graubünden und St. Gallen.

Voraussetzung für die Erteilung einer Berechtigung ist die Teilnahme an einem Ausbildungsabend. In Graubünden dauert ein Ausbildungsabend gerade mal 2 Stunden.

Der Besuch dieses Ausbildungsabends wird als Wolfskunde-Nachweis in Zukunft im Hoch- und Sonderjagdpatent vermerkt und autorisiert, die entsprechenden Hobby-Jäger, unter der Aufsicht des Amtes für Jagd und Blödsinn Wolfsabschüsse zu tätigen. 

Fehlschüsse mit Verletzungsfolge für das Tier sind in Graubünden auf der Hobby-Jagd am häufigsten.  Das zeigt die Statistik bereits 2016: Auf 5440 erlegte Hirsche kamen 564 Hirsche mit einer Schussverletzung. Jeder zehnte Hirsch wird in Graubünden also nur angeschossen, statt erlegt.

Eine gesamtschweizerische Statistik über Nachsuchen auf verletztes Wild gibt es nicht. Graubünden ist einer der wenigen Kantone, die über das Nachsuchen Buch führen. Weitere Kantone sind Appenzell Ausserhoden, Freiburg, Glarus, Nidwalden, Tessin, Uri und Waadt.

Aus dem Hobby-Jäger befreiten Kanton Genf weiss man, dass Wildhüter die viel besseren Schützen sind. Die Abschüsse erfolgen, sobald das Ziel identifiziert ist, mit der Garantie, dass das Tier sofort getötet wird, was nach Angaben des kantonalen Amtes für Landwirtschaft und Natur in Genf bei 99 % der Abschüsse der Fall ist.

Alkoholisierte Hobby-Jäger prügeln sich in Jagdlokalen. Sie jagen in der Nähe von Fussballplätzen, Kinderspielplätze und Quartieren.

Hobby-Jäger schiessen versehentlich auf Pferde, Kühe, Esel, Lamas, Hunde, Luchse und manchmal auch auf Menschen.

Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd

Mitmach-Aktion: Fordert bei Eurer Gemeinde aufgrund der katastrophalen Politik von Bundesrat Albert Rösti (SVP) ein Erlassgesuch für die Bundes- und Kantonssteuern aufgrund des neulich bewilligten Abschusses von Wölfen in der Schweiz. Den Musterbrief könnt ihr hier downloaden: https://wildbeimwild.com/ein-appell-fuer-eine-veraenderung-in-der-schweiz/

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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