Positiv bewertet der Verein die vorgesehenen strengeren Massnahmen wie höhere Altersgrenzen, verpflichtende psychologische Gutachten und längere Wartefristen beim Waffenerwerb als wichtigen Schritt in Richtung Gewaltprävention.
Unverständlich sei jedoch, dass Hobby-Jäger von regelmässigen psychologischen Eignungsprüfungen ausgenommen bleiben, erklärte Präsidentin Madeleine Petrovic. Fälle wie der Dreifachmord von Annaberg im Jahr 2023 zeigten, dass auch im jagdlichen Umfeld eine Gefahr von Waffengewalt bestehe.
Ferner verweist Tierschutz Austria auf wissenschaftliche Studien, die einen Zusammenhang zwischen Tierquälerei und späterer Gewalt gegen Menschen nahelegen. Kriminologische und psychologische Studien zeigen: Wer Tiere absichtlich quält, zum Beispiel auf der Jagd, neigt signifikant häufiger zu gewalttätigem Verhalten gegenüber Menschen – insbesondere im Bereich häuslicher Gewalt, Kindesmisshandlung und schwerer Körperverletzung. Der Verein fordert daher, dass auch Verurteilungen wegen Tierquälerei präventive Waffenverbote nach sich ziehen. Ausserdem sollen solche Delikte verpflichtend an Waffenbehörden gemeldet und in einer zentralen Risikodatenbank erfasst werden.
Wer Tiere misshandelt, stellt ein Risiko für die Gesellschaft dar. Der Schutz von Menschen und Tieren gehört gemeinsam gedacht – und rechtlich gleich konsequent abgesichert, so Petrovic.
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