Verhütungsmittel für Wildschweine
Obwohl Jahr für Jahr mehr Wildschweine geschossen werden, steigt ihre Anzahl weiter. Ist die Lösung des »Wildschweinproblems«, noch mehr Tiere zu schiessen? Oder ist gerade die intensive Jagd auf Wildschweine das Problem?
Forschende in Texas haben ein neuartiges Verhütungsmittel für Keiler entwickelt, das die Spermienaktivität und damit die Fruchtbarkeit der Wildschweine verringern soll.
Falsche Bejagung als Ursache der Vermehrung
Steigende Wildschweinpopulationen stellen aufgrund des Jagddrucks ein Problem dar. Durch falsche Bejagung insbesondere der Abschuss der Leitbachen, werden schon junge Sauen trächtig und werfen das ganze Jahr über Frischlinge. Lässt man Wildschweine in Ruhe, so leben sie in stabilen Gemeinschaften zusammen, in denen in der Regel nur die Leitbache Nachwuchs bekommt.
Im US-amerikanischen Bundesstaat Texas haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Anfang Juni 2021 eine neue Methode zur Kontrolle der Wildschweinpopulation eingeführt. Das Verhütungsmittel namens «HogStop» soll helfen, die Schwarzkittelbestände zu begrenzen.
Reduzierte Spermienaktivität
Laut der Website von HogStop wirkt das Futter als männliche Empfängnisverhütung bei Wildschweinen, senkt die Spermienzahl und ist «kein Gift, das die Schweine tötet». Die Entwickelnden beschreiben das Produkt als eine «Mischung aus natürlichen Futtermitteln».
Erste Tests an Wildschweinen begannen vor drei Jahren. Die Forschenden ermittelten daraus eine um 60 % verringerte Beweglichkeit der Spermien.
Angebot über Futterautomaten
Die Entwickelnden empfehlen für die Verabreichung des Verhütungsmittels spezielle Futterautomaten. Die Population der Wildschweine ist in Texas auf mehr als 2,6 Millionen angewachsen. Die US-Umweltschutzbehörde habe das mineralstoffähnliche Mittel als Schädlingsbekämpfungsmittel zugelassen. Die Zulassung in anderen Ländern werde aktuell beantragt.
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