Rehkitz bei Mahd absichtlich getötet
Tod durch Messer der Landwirtschaftsmaschinerie: Während einer Mahd in Herrieden Mitte Mai hatte ein Rehkitz keine Chance gegen die scharfen Klingen der Mähmaschine.
Der Landwirt begann mit der Arbeit, obwohl Spazierende ihm sagten, dass sich ein Kitz auf der Wiese befindet.
Strafanzeige gegen Landwirt
Das Jungtier wurde überfahren, verstümmelt und starb infolge der schweren Verletzungen. Die Tierrechtsorganisation PETA hat nun bei der Staatsanwaltschaft Ansbach Strafanzeige gegen den Verantwortlichen erstattet.
Es ist schockierend, dass der Landwirt mit der Mahd begonnen hat, obwohl er wusste, dass sich ein Rehkitz auf der Wiese befindet. Er hat somit den Tod des Kitz wissentlich in Kauf genommen.
Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA
Unterlassen von Schutzmassnahmen ist strafbar
PETA zeigte in der Vergangenheit wiederholt Landwirtinnen und Landwirte in ähnlichen Fällen an. Rechtskräftige Verurteilungen bestätigen, dass das Unterlassen entsprechender Schutzmassnahmen strafbar ist. Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, ein Wirbeltier ohne «vernünftigen Grund» zu töten.
100’000 Rehe jährlich bei Mahd verletzt oder getötet
In Deutschland werden jährlich etwa 100’000 Rehe bei Mäharbeiten schwer verletzt oder getötet. Der «Drückinstinkt» der Jungtiere führt dazu, dass Rehkitze bei drohender Gefahr meist bewegungslos auf dem Boden verharren und auf ihre Tarnung vertrauen, statt zu fliehen.
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