Kanton Schwyz: Eldorado für Jagdverbrechen
Zwei Hobby-Jäger sind per Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Schwyz wegen mehrfacher vorsätzlicher und versuchter Widerhandlung gegen das Jagdgesetz verurteilt worden.
Im Dezember 2024 wurden in einem Waldstück bei Pfäffikon SZ sechs Drahtschlingen von zwei Männern installiert, um Wildtiere zu fangen.
Schlingen sind etwas vom Grausamsten, was es gibt. Das ist klare Tierquälerei. Mit der Jagd hat das nichts zu tun, das ist reine Wilderei. Auch, dass die Männer zusätzlich Köder auslegten, um Wildtiere gezielt anzulocken, unterstreicht laut Staatsanwaltschaft ihren Tatvorsatz.
Ähnliches geschieht im Kanton Wallis immer wieder, um Luchse zu quälen und töten.
Schlingen und Drahtschnüre sind in der Schweiz und Deutschland illegal, ebenso wie die mitgeführten verbotenen Jagdmittel wie Steinschleuder und Hochleistungspfeilbogen.
Die Verwendung von Drahtschlingen ist nicht nur illegal, sondern auch ethisch nicht vertretbar. Sie stellt eine unnötige Tierquälerei dar und widerspricht den Grundsätzen einer waidgerechten Jagd.
Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) stuft den Fall als versuchte Tierquälerei ein, auch wenn kein Tier verletzt wurde. Es wird darauf hingewiesen, dass solche Fälle von Wilderei selten erkannt und verfolgt werden und es Bedarf an gezielten Schulungen für die Strafverfolgungsbehörden gibt.
In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass es bei den Strafverfolgungsbehörden teils an spezifischem Fachwissen fehlt, um mögliche Verstösse gegen das Tierschutzrecht adäquat zu erkennen und konsequent zu verfolgen, sagt Laura Baumann von TIR. Um dem entgegenzuwirken, braucht es gezielte Schulungen und eine stärkere Sensibilisierung für tierschutzrelevante Fragestellungen im Strafverfolgungsprozess.
Die beiden wurden zu 90 Tagessätzen à 80 Franken ausmachend 7’120 Franken verurteilt. Hinzu kamen Verfahrenskosten in Höhe von 5’369 Franken. Insgesamt belief sich der Betrag auf 13’039 Franken.
Offenbar sind diese Hobby-Jäger weder gut ausgebildet noch haben sie eine gesunde moralische Hygiene.
Insbesondere bei der Jagd und den Hobby-Jägern ist es elementar, dass die Bevölkerung ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten und Fake News manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze. Die Hobby-Jagd ist seit Jahrzehnten nichts anderes als eine permanent kostenintensive Baustelle, Flickenteppich und Streitpunkt für Politik, Forst- und Landwirtschaft, Verwaltungen, Justiz, Krankenkassen, Versicherungen, Tierschutz-, Umwelt- und Naturschutzorganisationen, Polizei, Bund, Medien, usw.
Jeder andere Verein mit so viel krimineller Energie wäre von der Bundesanwaltschaft längst ins Visier genommen worden!
Aktuelle Straftaten der Hobby-Jäger in der Schweiz sind hier gelistet: Link
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