2. April 2026, 05:48

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Jagdkritik wird politisch handlungsfähig: Wild beim Wild veröffentlicht Mustertexte und baut Dossiers aus

Die jagdkritische Plattform wildbeimwild.com stellt ab sofort zwei neue Angebote bereit, die den politischen und fachlichen Zugang zur Hobby-Jagd-Debatte in der Schweiz grundlegend verändern: eine Sammlung von Mustertexten für jagdkritische Vorstösse in Kantonsparlamenten sowie eine wachsende Bibliothek thematischer Dossiers mit Fakten, Studien und Analysen zur Schweizer Jagdpolitik.

Mustertexte: Vom Argumentieren zum Handeln

Wer die Hobby-Jagd in der Schweiz politisch hinterfragen will, steht oft vor einer praktischen Hürde: Wie formuliert man einen parlamentarischen Vorstoss, der rechtlich sauber, fachlich fundiert und politisch wirksam ist? Genau hier setzen die Mustertexte für jagdkritische Vorstösse an. Sie liefern fertig formulierte Motionen, Postulate, Interpellationen und kantonale Volksinitiativen, die Kantonsrätinnen und Kantonsräte direkt übernehmen und an die kantonale Gesetzgebung anpassen können.

Die Sammlung umfasst unter anderem Vorlagen zu folgenden Themen:

Alle Mustertexte sind so konzipiert, dass sie sich an die jeweilige kantonale Gesetzgebung anpassen lassen. Sie stützen sich auf überprüfbare Quellen, behördliche Daten und aktuelle Forschungsliteratur.

Dossiers: Wissen bündeln, Argumente schärfen

Die Dossier-Sammlung auf wildbeimwild.com bündelt Analysen, Studien und Recherchen zu den zentralen Themen der Schweizer Jagddebatte. Im Unterschied zu Einzelbeiträgen bieten Dossiers einen strukturierten Einstieg in komplexe Zusammenhänge und werden laufend aktualisiert. Die Sammlung wächst kontinuierlich und deckt bereits folgende Schwerpunkte ab:

Alle Dossiers nennen Quellen, verlinken auf Originaldokumente und trennen klar zwischen belegbaren Aussagen und Einordnungen. Wo die Studienlage nur begrenzt belastbar ist, wird das offen kommuniziert.

Warum diese Werkzeuge jetzt nötig sind

Die Schweizer Jagdpolitik steht unter wachsendem Druck. Die revidierte Jagdverordnung, die am 1. Februar 2025 in Kraft trat, erlaubt die sogenannte proaktive Regulierung von Wolfsrudeln, also Abschüsse bereits vor nachgewiesenem Schaden – ein Bruch mit dem bisherigen Schutzverständnis. Gleichzeitig dokumentiert die Walliser Wolfsbilanz eine Jagdpolitik, die internationale Rechtsstandards zunehmend unterläuft. In Schweden haben Gerichte die geplante Wolfsjagd 2026 gestoppt, weil die Behörden den Artenschutz nicht gewährleisten konnten.

In diesem Kontext braucht die jagdkritische Arbeit mehr als Argumente. Sie braucht politisch einsetzbare Instrumente. Die Mustertexte und Dossiers auf wildbeimwild.com schliessen diese Lücke.