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Bildung

Kanton Wallis unfähig gegen Wilderer vorzugehen

Wilderei scheint der Grund für die überraschend wenig Luchse im Wallis zu sein. 17 illegale Luchsfallen entdeckt Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Uni Bern hat Beweise dafür entdeckt: ein Netz von illegalen Luchsfallen. Das Netz der 17 Schlingenfallen fanden sie in den Bergen am Rhoneknie, im Einwanderungskorridor des Luchses. «Einige Fallen waren zum Zeitpunkt

Redaktion Wild beim Wild — 28. Juni 2021

Wilderei scheint der Grund für die überraschend wenig Luchse im Wallis zu sein.

17 illegale Luchsfallen entdeckt

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Uni Bern hat Beweise dafür entdeckt: ein Netz von illegalen Luchsfallen.

Das Netz der 17 Schlingenfallen fanden sie in den Bergen am Rhoneknie, im Einwanderungskorridor des Luchses. «Einige Fallen waren zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung im Jahr 2015 inaktiv, andere aber betriebsbereit», liess sich Raphaël Arlettaz von der Universität Bern zitieren.

Wilderei einzige plausible Hypothese

In den Voralpen entwickelt sich die Luchspopulation seit der Wiederansiedlung vor rund vierzig Jahren gut. Im Vergleich dazu ist sie im Rhonetal um rund achtzig Prozent geringer.

Luchs-Krimi im Wallis

In ihrer Studie dokumentieren die Forschenden einen Fall von Luchs-Wilderei, für den es 1995 einen ersten Hinweis gab. Damals tauchte ein Foto eines Hobby-Jägers in den Medien auf, der mit einem Gewehr hinter zwei toten Luchsen kniete. Das Gericht sprach ihn frei.

Im Jahr 2005 trat ein Wanderer mit seinem Fuss in eine Luchsfalle. Die Falle wurde zwar demontiert, nur wenige Monate später fand der Wanderer sie jedoch wieder installiert vor. Ohne Folgen.

DNA überführte den Täter

Es dauerte bis ins Jahr 2015, als Arlettaz und sein Team das Netz der 17 Schlingenfallsysteme fanden. Weil sich darin DNA-Spuren des Wildtierkillers finden liessen, verurteilte das Gericht den geständigen Täter sechs Monate später.

«Unsere Rekonstruktion zeigt klar, dass diese Wilderei schon viel früher hätte gestoppt werden können», sagte Arlettaz. Die Forschenden schlagen vor, um Absprachen zu verhindern und die illegale Hobby-Jagd effektiv zu bekämpfen, eine zentrale Polizeistelle einzurichten.

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