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Jagd

Hobby-Jäger richten fürchterliches Massaker unter Wölfen an

In nur drei Tagen metzeln Hobby-Jäger 216 Wölfe in Wisconsin nieder. 20 % der gesamten Population vernichtet. Ein Skandal mit Ansage.

Redaktion Wild beim Wild — 10. April 2021

Genau drei Tage brauchten schiesswütige Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger im US-Staat Wisconsin, um rund 20 Prozent der Wolfspopulation hinweg zu metzeln.

216 Wölfe in drei Tagen

216 Tiere fielen dem Blutbad zum Opfer, das Ende Februar stattfand. Fachleute schätzen, dass es vor der Hobby-Jagd zwischen 1’000 und 1’200 Wölfe in Wisconsin gab.

Die Aufsichtsbehörde versuchte das Schlimmste zu verhindern, indem sie im allerletzten Moment eine Maximal-Abschussquote von 119 Tieren festsetzte – aber da waren die Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger schon im Wald und ballerten fleissig drauf los. Sie erlegten dabei keineswegs nur alte oder kranke Tiere, sondern alle Wölfe, die ihnen vor die Flinte kamen, darunter auch zahlreiche Jungtiere.

Verheerende Folgen für Wolfspopulation

«Gerade Ende Februar, Anfang März sorgen viele Wolfsrudel für Nachwuchs. Da sind jetzt ohne Sinn und Verstand zeugungsfähige Rüden und trächtige Wölfinnen abgeschossen worden», sagt Dr. Adrian Treves, Professor für Environmental Studies an der Universität Wisconsin.

«Wenn wir jetzt überall zulassen, was in Wisconsin passiert ist, wirft uns das um 40 Jahre zurück», sagt Collette Atkins vom Center for Biological Diversity.

Zahlreiche Umweltschutzverbände fordern nun Präsident Biden auf, den Wolf per Bundesgesetz wieder auf die Liste der besonders zu schützenden Tiere zu setzen und der Schiesswut ein Ende zu bereiten.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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