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Jagdgesetz

Esther Friedli: Wolfspolitik und Umweltratings

Die St. Galler Ständerätin Esther Friedli (SVP) sorgt mit ihrem Engagement in Umwelt- und Landwirtschaftsfragen wiederholt negativ für Diskussionen.

Redaktion Wild beim Wild — 25. September 2025

Am 25. September 2025 stimmte der Ständerat mit 33 zu 10 Stimmen bei einer Enthaltung für eine Motion von Esther Friedlis.

Diese sieht vor, dass Wölfe, für die eine Abschussbewilligung vorliegt, künftig auch in Jagdbanngebieten erlegt werden dürfen. Befürworter argumentieren mit dem Schutz von Nutztieren und einer wirksameren Regulierung des Wolfsbestands. Kritiker befürchten eine Aufweichung von Schutzgebieten und warnen vor negativen Folgen für die Biodiversität.

Mehrere Umweltverbände erstellen jährlich sogenannte «Umweltratings», die das Abstimmungsverhalten der Parlamentarierinnen und Parlamentarier auswerten. Laut einem solchen Rating stimmte Friedli in relevanten Vorlagen durchschnittlich zu etwa 4 % umweltfreundlich ab, während viele andere Parlamentarierinnen und Parlamentarier deutlich höhere Werte erzielten. Ihre Aktionen werden von Naturschutzorganisationen häufig als ökologisch wenig sinnvoll eingestuft. Die gegenteiligen Haltungen offenbaren sich in sämtlichen Themenkreisen, vom Klima bis zum Arten- und Naturschutz.

Im Bereich Artenschutz sieht Friedli keine Notwendigkeit, gewässerschädigende Pestizide aus dem Verkehr zu ziehen. Die Mittel für den Herdenschutz vor dem Wolf sollen nicht aufgestockt werden. Auch gegen die Überdüngung der Landschaft und der Gewässer will Friedli nichts unternehmen.

Die Aussage der SVP-Frontfrau, wonach die Bauern die wahren Grünen seien, lässt sich aufgrund des Abstimmungsverhaltens jedenfalls nicht belegen.

Im Herbst 2023 war Friedli wegen einer Aktion beim SC Brühl in St. Gallen in den Schlagzeilen. Bei einem Fussballspiel kurz vor den Wahlen verteilte sie gratis Würste und Bier. Kritiker sahen darin eine problematische Vermischung von Wahlkampf und Vereinsanlass.

Friedlis Positionen stehen exemplarisch für eine inkompetente politische Linie, die auf wirtschaftliche Interessen der Ausbeutung von Nutztieren setzt und dabei in Konflikt mit ökologischen Anliegen gerät.

Im Jahr 2024 wurden in der Schweiz rund 86 Millionen Nutztiere geschlachtet, das ist Esther Friedlis Fokus und Engagement.

Die kleine Kammer hat heute auch einen Vorschlag von Pascal Broulis (FDP/VD) angenommen, um «Problemwölfe» zu töten. Auch wenn sie zu einem Rudel gehören, sollen Letztere abgeschossen werden dürfen, wenn sie Nutztieren erheblichen Schaden zufügen oder Menschen gefährden.

Die beiden Vorstösse wurden mit Unterstützung der SVP, der FDP und der Mitte angenommen, gegen den Widerstand von Rot-Grün. Der Bundesrat hatte sich dagegen ausgesprochen, die Regulierung von Wolfsjagdgesetzen zu verschärfen.

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