07.11.2026, 09:48

Suchen

Kriminalität & Jagd

Hobby-Jäger tötet Ex-Freundin am Flughafen Frankfurt

Vier Monate nach dem tragischen Vorfall in einem Parkhaus des Frankfurter Flughafens ist sich die Frankfurter Staatsanwaltschaft sicher: Ein 47-jähriger Mann hat in der Nacht zum 31. März seine ehemalige Lebensgefährtin (50) erschossen und sich anschliessend selbst getötet. Vor seinem Tod erschoss der Schütze noch seinen Jagdhund.

Redaktion Wild beim Wild · 11. August 2023

Täter war Hobby-Jäger aus Hamm

Laut Westfälischer Anzeiger handelte es sich bei dem Täter um einen Hobby-Jäger aus Hamm, Nordrhein-Westfalen.

Die ermordete Ex-Partnerin, eine Stewardess aus dem Sauerland, war in der Nacht des Mordes in Frankfurt angekommen und wurde offenbar von ihrem Ex-Partner in der Parkgarage erwartet.

Tatwaffe legal erworben

Der Körper der 50-jährigen Frau wurde am 31. März gegen 3 Uhr von einem Zeugen gefunden. Die Polizei durchsuchte die Parkgarage und entdeckte den Körper des 47-jährigen Mannes aus Hamm. Im Kofferraum seines geparkten Autos fanden die Beamten auch den getöteten Jagdhund.

Der 47-jährige Hobby-Jäger hatte die Schusswaffe legal erworben. Die Staatsanwaltschaft gab an, dass er den Revolver «unter Vorlage der erforderlichen Dokumente» von einem Waffenhändler ausgeliehen hatte.

Ermittlungen abgeschlossen

Am Dienstag bestätigte die Staatsanwaltschaft, dass die Ermittlungen nun abgeschlossen und eingestellt worden seien. Der 47-jährige Mann war der einzige Täter. Die IG Wild beim Wild dokumentiert Kriminalität im Zusammenhang mit der Hobby-Jagd systematisch.

Weiterführende Artikel

Mehr aktuelle Jagdunfälle und dokumentierte Straftaten mit Hobby-Jägern finden Sie hier: Chronik der Jagdunfälle und Straftaten bei Abschaffung der Jagd sowie in der Chronik der Jagdunfälle in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei PETA.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Wildtiere brauchen eine Stimme

Einmal pro Woche: Recherchen, Petitionen und Hintergründe zur Hobby-Jagd. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden →