Mann wurde doch nicht von Wolf gebissen
Für den angeblichen Angriff eines Wolfes auf einen Mann im niedersächsischen Bülstedt haben Wissenschaftler keine Belege gefunden. Ein Gemeindemitarbeiter hatte angegeben, von einem Wolf oder wolfsähnlichen Tier gebissen worden zu sein.
Für den angeblichen Angriff eines Wolfes auf einen Mann im niedersächsischen Bülstedt haben Wissenschaftler keine Belege gefunden. Ein Gemeindemitarbeiter hatte angegeben, von einem Wolf oder wolfsähnlichen Tier gebissen worden zu sein.
Das Senckenberg-Institut in Gelnhausen, das Referenzlabor für genetische Untersuchungen zum Thema Wolf in Deutschland, hatte Tierhaarproben, den Pullover des Gemeindemitarbeiters sowie einen Hammer auf DNA-Spuren geprüft. Bei allen Proben ergaben sich keinerlei Nachweise für einen Wolf.
Keinerlei Wolfs-DNA gefunden
Umweltminister Olaf Lies: «Ich hätte mir ein eindeutigeres Ergebnis gewünscht. Klar ist, dass wir jetzt weitere Erkenntnisse brauchen. Hinweisen auf freilaufende Hunde in der Umgebung muss nachgegangen werden.»
Ein Gemeindearbeiter war am Dienstag vergangener Woche in dem kleinen Ort etwa 30 Kilometer nordöstlich von Bremen gebissen worden. Der Mann arbeitete kniend am Zaun einer Grünanlage des Friedhofs, als seine Hand plötzlich festgehalten wurde.
«Seit der Rückkehr der Wölfe ist noch kein Mensch jemals angefallen worden», sagte Roland Gramling, Pressesprecher des WWF. Mehr zu Wildtieren und zu den Jagdmythen.
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