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Wildtiere

Auf diese Väter ist Verlass

Donnerstag ist Christi Himmelfahrt – und damit gleichzeitig der deutlich weniger besinnliche Vatertag! Doch allen Bollerwagen-Touren zum Trotz ist der Vatertag für viele Väter vor allem ein Familientag. Auch im Tierreich gibt es die perfekten Väter. Lernen Sie hier die tierischen Vorzeige-Väter kennen:

Redaktion Wild beim Wild — 8. Mai 2018

Donnerstag ist Christi Himmelfahrt – und damit gleichzeitig der deutlich weniger besinnliche Vatertag! Doch allen Bollerwagen-Touren zum Trotz ist der Vatertag für viele Väter vor allem ein Familientag. Auch im Tierreich gibt es die perfekten Väter. Lernen Sie hier die tierischen Vorzeige-Väter kennen:

Schreiadler: Hauptversorger der Familie

Jetzt legt «Frau-Schreiadler» zwei Eier ins Nest. Schlüpfen die Jungvögel, ist «Papa» gleich zur Stelle. Liebevoll schleppt er Kraftfutter – Frösche, Feldmäuse und Maulwürfe – für die Jungen und das Weibchen an. «Während der Brut und unmittelbar nach dem Schlüpfen der Küken übernimmt das Männchen die Rolle als Hauptversorger der neuen kleinen Familie», erklärt Dr. Andreas Kinser, Schreiadler-Experte der Deutschen Wildtier Stiftung. «Je grösser die Küken werden, desto mehr steigt auch das Weibchen mit in die Beutejagd ein.» Spätestens im August verlässt der Nachwuchs dann den Adlerhorst, um die ersten Flugübungen zu absolvieren.

Dachsväter: Baumeister erster Güte

Dachs-Väter sind Baumeister allererster Güte. Die Familie soll ausreichend Platz haben! Häufig verzweigen sich die unterirdischen Dachsburgen sogar über mehrere Etagen. «Dachse, deren Fabelname «Grimmbart» eher auf ihre schlechte Laune hinweist, sind in Wahrheit sympathische Kerle – wenn man sie nicht stört», so Andreas Kinser. Die Arbeitsteilung in der Dachsfamilie ist klar geregelt: Der Mann sorgt für den Ausbau, die sanitären Anlagen und für die Sauberkeit im Bau, Mutter Dachs kümmert sich um die Dachswelpen, die später bei «Papa Dachs» in die Bauarbeiter-Lehre gehen.

Wolfsväter: Treue Nahrungsversorger

Wenn es um die geeignete Kinderstube für den Nachwuchs geht, sucht die Wolfsmutter den Bau aus. Sie gräbt dafür eine Höhle. Dorthin zieht sie sich zurück. Niemand aus dem Rudel darf den Bau betreten – auch der Wolfsvater nicht. Ohne seinen Nachwuchs gesehen zu haben, sorgt er treu für die Nahrungsbeschaffung. Er geht auf die Jagd und legt einen Teil der Beute vor den Eingang. Erst drei Wochen später kommen die Welpen aus dem Bau und begegnen ihrem Erzeuger das erste Mal.

Biberväter: Zwei Jahre Ausbildung

Biber sind wahre Familien-Tiere! Zwei Jahre lang nimmt sich der Bibervater zusammen mit dem Weibchen Zeit, um die Jungen aufs Leben vorzubereiten: Schwimm- und Tauchunterricht, Fellpflege und Pflanzenkunde stehen auf dem Lehrplan. Natürlich muss der Biber-Nachwuchs auch lernen, wie man Bäume fällt. Mehr zu faszinierenden Wildtieren.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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