350 Organisationen fordern: Stoppt den Wolfsabschuss
158 Umwelt- und Tierschutzorganisationen aus 37 Ländern fordern Bundesrat Rösti auf, den geplanten Abschuss von 70 Prozent der Wolfspopulation zu stoppen.
Offener Brief an Bundesrat Rösti
Heute Morgen, dem 28.11.2023, wurde ein von 158 Umwelt- und Tierschutzorganisationen aus 37 Ländern unterzeichneter Offener Brief an Bundesrat Albert Rösti, Vorsteher des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, gesandt, in dem er aufgefordert wird, den geplanten Abschuss von bis zu 70 % der Wolfspopulation in der Schweiz zu stoppen.
Der Abschuss der Wölfe wird auf der Grundlage einer kürzlich erfolgten Gesetzesänderung genehmigt, die den Schutz der Wölfe, einer «streng geschützten Tierart» gemäss der Berner Konvention, untergräbt. Ausserdem widerspricht die Entscheidung für die Abschussaktion dem Ergebnis eines nationalen Referendums im Jahr 2020.
Extremste Tötung seit Erholung der Art
Die von der Schweizer Regierung geplante Tötung wird die extremste sein, die in Europa seit der Erholung der Art durchgeführt wird. In einigen Kantonen werden ganze Rudel ausgerottet, in anderen werden gezielt Jungwölfe gejagt.

Die Gegner des Plans, die sich auf technische und wissenschaftliche Gutachten stützen, argumentieren, dass eine gesunde Beutegreiferpopulation unerlässlich ist, um die Ausbreitung von Krankheiten in Herbivoren zu kontrollieren und zu verhindern, dies zum grossen Nutzen der Wald- und Gebirgsökosysteme, des Viehbestands und der menschlichen Gesellschaft insgesamt.
Stimmen der Unterzeichnenden
«Diese radikalen, einseitigen Massnahmen bedrohen nicht nur die fragile Wolfspopulation in der Schweiz, sondern haben negative Auswirkungen auf die gesamte Wolfspopulation der West- und Zentralalpen und des Jura. Präventive Massnahmen wie Elektrozäune und Herdenschutzhunde sind wirksam, um die Angriffe auf Nutztiere zu reduzieren, und sollten in grösserem Umfang eingesetzt werden.»
Die Vorsitzenden der IUCN SSC Canid Specialist Group erklären:
«Der aktuelle Wolfsmanagementplan der Schweizer Regierung ist unwissenschaftlich und widerspricht den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zum zeitgemässen Beutegreifermanagement und Naturschutz.»
FERUS: «Das Zusammenleben von Wölfen und Herden ist der einzige Weg in die Zukunft. Keine einzige Studie hat bewiesen, dass der Abschuss oder die Bejagung von Wölfen zum Schutz von Herden wirksam ist. Nur Herdenschutzmassnahmen funktionieren. NEIN zur Hobby-Jagd auf Wölfe, JA zur Kohabitation.»
Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd
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