18. April 2026, 11:39

Geben Sie oben einen Suchbegriff ein und drücken Sie Enter, um die Suche zu starten. Drücken Sie Esc, um den Vorgang abzubrechen.

Tierwelt

EU-Bericht empfiehlt 72-Stunden-Vorräte für Notfälle

Ein EU-Bericht empfiehlt den Bürgern, Lebensmittel und Wasser für mindestens 72 Stunden zu horten. Die Bürger sollen so bei Notfällen gut vorbereitet sein. Das Dokument warnt primär vor der Kriegsgefahr durch Russland. 

Redaktion Wild beim Wild — 27. März 2025

Ein Bericht zur zivilen und militärischen Vorbereitung der Europäischen Union empfiehlt den Bürgerinnen und Bürgern, Lebensmittel und Wasser für mindestens 72 Stunden zu horten.

So sollen die Bürgerinnen und Bürger auf Notfälle und Katastrophen vorbereitet sein. Der Bericht wurde laut «Newsweek» vom ehemaligen finnischen Präsidenten Sauli Niinistö verfasst. Mittlerweile ist er Sonderberater der Präsidentin der Europäischen Kommission.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierte den Report am 26.3.2025 und gab zu, dass die EU weder auf die Covid-19-Pandemie noch auf Russlands Angriff auf die Ukraine ausreichend vorbereitet war. Niinistö erklärte, dass die EU sich proaktiv auf solche Szenarien vorbereiten müsse.

Haushalte sollen Vorräte für 72 Stunden besitzen

Der Report empfiehlt den Haushalten, genug Vorräte für 72 Stunden zu lagern. «Als Teil dieser Strategie sollte die EU Haushalten raten, sich im Fall eines Notfalls für mindestens 72 Stunden selbst versorgen zu können», heisst es im Dokument.

Obwohl der Bericht mehrere mögliche Bedrohungen anspricht, wird die russische Aggression als grösste Gefahr gesehen. «Wir haben keinen klaren Plan, was die EU im Falle einer bewaffneten Aggression gegen einen Mitgliedstaat tun wird. Die Kriegsgefahr durch Russland zwingt uns, dies als Kernstück unserer Vorbereitung zu behandeln, ohne die Vorbereitung auf andere grosse Bedrohungen zu vernachlässigen», heisst es im Dokument. Zu den empfohlenen Vorräten gehören unter anderem Lebensmittel, Getränke, Medikamente und eine Taschenlampe.

Die COVID-19-Pandemie veranlasste die Menschen auf der ganzen Welt plötzlich dazu, Waren aufzukaufen, um Vorräte anzulegen, was zu Engpässen bei bestimmten Artikeln führte.

«Neue Realitäten erfordern ein neues Mass an Vorsorge in Europa. Unsere Bürgerinnen und Bürger, unsere Mitgliedstaaten und unsere Unternehmen brauchen die richtigen Instrumente, um sowohl Krisen vorzubeugen als auch schnell zu reagieren, wenn eine Katastrophe eintritt.» Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission

Bedrohung eines Mitgliedsstaats betrifft alle EU-Mitglieder

Zwar wird in dem Bericht die russische Aggression nicht als einzige mögliche Bedrohung bezeichnet, sie wird jedoch als eine der grössten Bedrohungen genannt.

Der Bericht erklärt, dass jede Aggression Russlands gegen einen EU-Mitgliedstaat alle 27 Länder der Union betreffen würde: «Die territoriale Integrität und politische Unabhängigkeit jedes Mitgliedstaats sind untrennbar mit den anderen Mitgliedstaaten und der EU als Ganzes verbunden». Das Dokument empfiehlt laut «RBC Ukraine», mindestens 20 Prozent des EU-Budgets in die Stärkung der Sicherheit und Krisenbereitschaft zu investieren. Geheimdienstinformationen müssten innerhalb der EU ausserdem leichter ausgetauscht werden können.

Der 165 Seiten umfassende Bericht wurde der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen übergeben.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden