Verbot bleihaltiger Munition knapp gescheitert
Der Nationalrat lehnt ein Verbot bleihaltiger Munition mit 99 zu 94 Stimmen knapp ab. Hobby-Jäger Regazzi bekämpfte die Motion.
99 zu 94 Stimmen gegen das Verbot
Der Nationalrat hat eine Motion für ein Verbot bleihaltiger Munition mit 99 zu 94 Stimmen knapp abgelehnt. Obwohl der Bundesrat den Handlungsbedarf erkannt und die Motion zur Annahme empfohlen hat, wurde das überfällige Verbot verworfen.
Das hochgiftige Schwermetall nehmen Wildtiere auf, wenn sie die Eingeweide fressen, die von den Hobby-Jägern zurückgelassen werden. In der Schweiz wurde belegt, dass Steinadler und Bartgeier an Bleivergiftungen erlegen sind.
Auch für Menschen gefährlich
Der Schweizer Tierschutz liess Wildfleisch untersuchen. In fünf von 13 Proben wurde Blei nachgewiesen, zwei lagen fast doppelt bzw. vierfach über dem Grenzwert. Bleihaltige Munition ist in Graubünden und im Wallis bereits verboten. Mehr zum Thema Jagdgesetz, Tierschutzprobleme und Vogelschutz.
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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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