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Tierrechte

Thurgauer Kantonstierarzt: Opfer von Staatsversagen?

Der ehemalige Thurgauer Kantonstierarzt steht im Zentrum des Tierschutzfalls Hefenhofen. Ist er das Opfer eines Staatsversagens?

Redaktion Wild beim Wild — 21. Februar 2024

Verteidiger stellt Mandanten als Opfer dar

Der Anwalt des wegen des Tierschutzfalls Hefenhofen TG angeklagten ehemaligen Thurgauer Kantonstierarztes hat seinen Mandanten vor Gericht als Opfer dargestellt.

Dem Angeklagten werde die Schuld eines ganzen Staatsversagens angelastet. Am Bezirksgericht Frauenfeld TG startete der dritte Prozesstag im Tierschutzfall Hefenhofen mit dem Plädoyer des Verteidigers des ehemaligen Chefs des Veterinäramts.

Bilder von abgemagerten Pferden schockierten

Dieser müsse für das Versagen zahlreicher Amtsstellen herhalten, die mit einem notorischen Querulanten überfordert waren, so der Anwalt. 2017 schockierten Bilder von abgemagerten und toten Pferden eines Hofes in Hefenhofen die Öffentlichkeit. Später räumten die Behörden den Landwirtschaftsbetrieb.

Die Staatsanwaltschaft forderte gegen den damaligen Kantonstierarzt eine bedingte Haftstrafe von 18 Monaten. Er soll zu lange untätig gewesen sein. Ihm werden mehrfacher Amtsmissbrauch, Begünstigung durch Unterlassung, Tierquälerei durch Unterlassung, Gläubigerschädigung und ungetreue Geschäftsbesorgung vorgeworfen.

250 Tiere beschlagnahmt

Mit Paul W. sind drei weitere Ex-Angestellte des kantonalen Veterinäramtes angeklagt.

Der Fall Hefenhofen hatte im August 2017 für Schlagzeilen gesorgt. Nach Medienberichten über auf dem Hof verendete Pferde räumten die Behörden den Hof und beschlagnahmten rund 250 Tiere, darunter gegen 100 Pferde. Diese wurden später versteigert.

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