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Kampagnen & Jagd

Erfolg: Verband Jagd Schweiz verliert

Insbesondere bei den Hobby-Jägern ist es überaus elementar, dass man ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten, Jägerlatein und Fake-News manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze!

Redaktion Wild beim Wild — 17. Juli 2020

Es gibt Menschen, die ihren Alltag aus unserer Sicht mit Unwahrheiten, Härte und Falschheit gestalten.

Solche Personen finden sich nicht selten in Jagdverbänden zusammen und suhlen sich dort mit Gleichgesinnten in einem ideologischen Sammelbecken. Nun hat das Strafgericht des Kantons Tessin das Treiben von David Clavadetscher im Namen des Verbandes «Jagd Schweiz» nicht goutiert und diesem Vorgehen einen deutlichen Dämpfer versetzt.

Jagdverband versucht Kritiker mundtot zu machen

David Clavadetscher von der Firma Sandona GmbH in Zofingen versucht nach unserer Erfahrung immer wieder, im Namen von JagdSchweiz mit Anzeigen, Pöbeleien und ähnlichen Mitteln die IG Wild beim Wild und Dritte zu verunglimpfen.

Kritische Zeitgenossen, die nicht in das Gedankengut des militanten Jagdmilieus passen, sollen – um es mit den Worten von Hobby-Jägern des Verbandes auszudrücken – «ruhig gestellt werden» und «von der Bildfläche verschwinden».

Am Freitag, dem 17.07.2020, um 09.00 Uhr fand in Bellinzona erneut eine Verhandlung vor dem Strafgericht statt. Anlass war eine Anzeige, weil den Hobby-Jägern in der Teppichetage des Verbandes Jagd Schweiz die faktenbasierte Berichterstattung und Analyse auf wildbeimwild.com nachweislich ein Dorn im Auge ist. Diesmal ging es um Folgendes:

  • Der kleine Bruder des deutschen Jagdverbandes ist der ebenfalls mit Komplexen behaftete Verband «JagdSchweiz», der auf seiner Facebook-Seite vor allem deutsche Beiträge postet, um sich offenbar auch «gross» zu fühlen.
  • Vorstandsmitglied und Nationalrat (CVP) Fabio Regazzi vom militanten Problemverein «Jagd Schweiz» setzte sich auch in der Vergangenheit wiederholt für Praktiken ein, die wir als Tierquälerei betrachten. Vor kurzem wollte er sogar Widerhaken beim Angeln erneut salonfähig machen, scheiterte mit diesem Vorhaben aber deutlich.
  • Wegen dieser Hobby-Jäger leiden Wildtiere in der Schweiz.
  • Der Verein «JagdSchweiz» und andere fragwürdige Jägerverbände entstanden aus unserer Sicht in erster Linie, um vor allem gegen Beutegreifer wie Fuchs, Luchs, Wolf und Co. – also ihre Beutekonkurrenten – vorgehen zu können. Das tun sie bis heute. Dies ist wohl ein Hauptgrund, weshalb den Hobby-Jägern aus allen Himmelsrichtungen Kritik entgegenschlägt.
  • Der Verein Jagd Schweiz kultiviert nach unserer Einschätzung in erster Linie Respektlosigkeit und eine Gewaltkultur – genau das Gegenteil von dem, wonach ein kultivierter Mensch in unserer Gesellschaft streben sollte. Einzelne Hobby-Jäger drohen sogar mit einem Bürgerkrieg, sollte unter anderem die Fuchsjagd eingestellt werden.
  • Mitglieder des Vereins Jagd Schweiz pflegen Beziehungen zu Vertretern der Macht im Allgemeinen. Zudem bedienen sich Funktionäre und Unterstützer nach unserer Beobachtung immer wieder Gewaltbildern oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel wie Angstmacherei, Lügenpropaganda und Jägerlatein, um Einfluss auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft zu nehmen.
  • Aus Sicht von IG Wild beim Wild wird praktisch alles, was grausam, unnötig und herzlos ist, vom Verband Jagd Schweiz gefördert.
  • Dabei ist den Verantwortlichen aus der dunklen Welt des Jägermilieus kein Aufwand zu gross, um demokratische Prozesse sowie Presse- und Meinungsfreiheit zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

Freispruch: Kritik an der Hobby-Jagd ist keine Verleumdung

Der Richter Siro Quadri gelangte nach der Beweisaufnahme zu der Auffassung, dass die oben zitierten Sätze keine Lügen seien und somit keinen verleumderischen Charakter hätten. Es folgte der Freispruch des Gerichts.

Der Hobby-Jäger David Clavadetscher hat versucht, mit Unwahrheiten und Nebensächlichkeiten den Richter zu beeinflussen und zu manipulieren. Sachdienliche Hinweise oder Beweise konnte er – einmal mehr – nicht liefern.

Das Verhalten eines Hobby-Jägers im Justizsystem ist immer auch ein Spiegelbild dafür, wie er in der Natur, in der Politik oder in der Gesellschaft agiert.

Das Urteil ist rechtskräftig.

Auch vor dem Zivilgericht in Locarno blieb JagdSchweiz erfolglos. Die angestrengten Verfahren wurden sistiert, sodass sie ihre Ziele auch dort nicht erreichten.

Das Verfahren gegen wildbeimwild.com war ein Angriff auf die kritische Auseinandersetzung mit der Jagdpolitik in der Schweiz. Der Freispruch zeigt deutlich, dass harte Kritik an Verbänden wie JagdSchweiz rechtlich zulässig ist, solange sie auf nachvollziehbaren Tatsachen und öffentlichem Interesse beruht. Wer in politischen und gesellschaftlichen Debatten aktiv mitwirkt, kann Kritik nicht mit Strafanzeigen zum Schweigen bringen. Das Urteil stärkt die Meinungsfreiheit und signalisiert, dass Transparenz und öffentliche Diskussion zum demokratischen Prozess gehören.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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