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Zoo

Kritik am Einzelhandelsverkauf von Vögeln in Zoohandlungen

Der New Yorker Stadtrat berät derzeit über den Gesetzentwurf (Intro 1325), der den Einzelhandelsverkauf von Vögeln in Zoohandlungen in der gesamten Stadt verbieten würde.

Redaktion Wild beim Wild — 22. Juli 2025

Der Verkauf von Vögeln in Zoohandlungen ist ein Thema, das in der Gesellschaft kontrovers diskutiert wird.

Während viele Menschen die Freude und den Reiz schätzen, Vögel als Haustiere zu halten, gibt es erhebliche Bedenken hinsichtlich der ethischen, gesundheitlichen und ökologischen Aspekte dieses Einzelhandels.

Die von der stellvertretenden Sprecherin Diana Ayala eingebrachte Gesetzesvorlage zielt darauf ab, den Verkauf von häufig gehandelten Vögeln wie Papageien, Nymphensittichen, Sittichen, Finken und Aras in New York zu unterbinden.

Der Gesetzentwurf, der von Voters for Animal Rights, World Animal Protection US und der Avian Welfare Coalition unterstützt wird, folgt auf das erfolgreiche Verkaufsverbot für Meerschweinchen aus dem Jahr 2024 und setzt die Bemühungen der Stadt fort, die Schäden des Tierhandels in Zoohandlungen zu bekämpfen.

Vögel, die in Zoohandlungen verkauft werden, stammen oft aus grossen kommerziellen Zuchtbetrieben, wo sie unter Überbelegung, Vernachlässigung und mangelnder Sozialisierung leiden. Viele werden schon in jungen Jahren von ihren Familien getrennt und müssen ein Leben lang in Gefangenschaft leben. Vögel sind soziale Tiere, die in der Natur in Schwärmen leben. Das Leben in einem Käfig kann für sie extrem stressig und unnatürlich sein.

Ferner wird durch den Verkauf von Vögeln auch der Handel mit exotischen Vögeln angeheizt, der eine erhebliche Bedrohung für die weltweite Artenvielfalt darstellt. In freier Wildbahn gefangene Vögel, insbesondere Papageien und Aras, sind im internationalen Heimtierhandel trotz des gesetzlichen Schutzes durch das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES) nach wie vor ein begehrtes Handelsgut. Selbst auf dem legalen Markt trägt die Nachfrage nach exotischen Vögeln dazu bei, eine Pipeline aufrechtzuerhalten, die Schmuggel, Lebensraumzerstörung und die Verbreitung von Zoonosekrankheiten umfasst.

Die Folgen sind nicht nur ökologischer oder ethischer Natur, sondern auch psychologischer Natur. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass in Gefangenschaft gehaltene Vögel, hauptsächlich solche von Arten mit hoher Intelligenz und komplexen Sozialstrukturen, oft Verhaltensstörungen wie Federrupfen, Aggression und chronische Angstzustände entwickeln, wenn sie in kleinen Käfigen gehalten und ihnen natürliche Reize vorenthalten werden.

Mit der Verabschiedung von Intro 1325 würde New York City zu einem nationalen Vorreiter im Hinblick auf Vogelschutz und humane Politik.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, könnten Zoohandlungen und Verbraucher alternative Ansätze in Betracht ziehen. Anstatt Vögel zu kaufen, sollten Menschen überlegen, Adoptionen aus Tierheimen oder Auffangstationen in Betracht zu ziehen. Diese Organisationen kümmern sich oft um Tiere, die ein neues Zuhause benötigen, und fördern die verantwortungsvolle Tierhaltung.

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