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Kriminalität & Jagd

11,6 Millionen Wildtier-Anzeigen online blockiert

Eine Koalition aus Technologieunternehmen und NGOs hat 11,6 Millionen Online-Anzeigen für den illegalen Handel mit gefährdeten Wildtieren blockiert.

Redaktion Wild beim Wild — 30. September 2021

Der illegale Wildtierhandel im Internet wird durch die Nachfrage nach Wildtierprodukten wie Elfenbein, Hörner von Nashörnern, Felle von Grosskatzen wie auch nach lebenden Haustieren angefacht.

11,6 Millionen Einträge blockiert

Der illegale Handel mit Wildtieren, sowohl online als auch offline, dezimiert Populationen wildlebender Arten und trägt zu dem katastrophalen Verlust der biologischen Vielfalt weltweit bei.

Online-Technologiefirmen der Internationalen Koalition zur Beendigung des Wildtierhandels im Internet haben bislang über 11,6 Millionen Angebote für gefährdete Arten und aus ihnen hergestellte Produkte von ihren Plattformen entfernt bzw. blockiert. Darunter befanden sich Anzeigen für lebende Tiger, Reptilien, Primaten und Vögel sowie Produkte, die aus Körperteilen von Elefanten, Schuppentieren und Meeresschildkröten hergestellt wurden.

Koalition wächst auf 44 Unternehmen

Die von IFAW, WWF und Traffic ins Leben gerufene Koalition hat einen Fortschrittsbericht veröffentlicht. Seit der Gründung der Koalition im Jahr 2018 hat sich die Mitgliedszahl von 21 Unternehmen auf 44 im Jahr 2021 verdoppelt.

«Seit der Veröffentlichung unseres letzten Fortschrittsberichts im Jahr 2020 vor 18 Monaten haben die Unternehmen der Koalition weitere 8,3 Millionen Einträge für verbotene Wildtiere entfernt», so Crawford Allan, der Senior Direktor von TRAFFIC beim World Wildlife Fund.

«In Deutschland arbeiten wir mit den Koalitionspartnern DeineTierwelt und Quoka zusammen», so Robert Kless, Leiter des IFAW Deutschland. «DeineTierwelt hat als ersten Schritt nach Beitritt der Koalition den Handel mit allen geschützten Arten untersagt und sich kürzlich entschieden, fast alle exotischen Tierarten, also auch die ungeschützten, zu verbieten. Das ist ein grosser und mutiger Schritt für die Tiere.»

User können zum Tier- und Artenschutz beitragen, indem sie den Richtlinien der Koalition entnehmen, welche Arten gehandelt werden dürfen. Ausserdem können sie auf verdächtige Anzeigen direkt auf der Plattform des jeweiligen Unternehmens wie auch auf der Online-Meldeseite der Koalition aufmerksam machen.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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