30.09.2026, 05:19

Suchen

Kriminalität & Jagd

Kopfschuss: Schwerer Jagdunfall bei Entenjagd

Ein schwerer Jagdunfall ereignete sich am Samstagmorgen in Lippstadt. Ein Hobby-Jäger wurde von einem Querschläger am Kopf getroffen.

Redaktion Wild beim Wild — 19. August 2023

53-Jähriger durch Querschläger am Kopf getroffen

Um 10.51 Uhr ging am Samstagmorgen, den 19. August, der Notruf bei der Polizei ein.

Ein Hobby-Jäger wurde durch einen Kopfschuss schwer verletzt. Das Unglück ereignete sich nach Angaben eines Polizeisprechers bei einer Entenjagd in einem Waldstück nahe Gut Mentzelsfelde im Norden von Lippstadt.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Der getroffene Hobby-Jäger, ein 53-jähriger Mann aus Wadersloh, erlitt durch den Kopfschuss schwere Verletzungen, überlebte aber. Mit einem Rettungshubschrauber wurde der Hobby-Jäger in eine Spezialklinik geflogen.

Angeblich waren zwischen acht und zehn Hobby-Jäger an der Entenjagd beteiligt. Den Betroffenen, insbesondere dem 83-jährigen Hobby-Jäger aus Rheda-Wiedenbrück, der nach ersten Erkenntnissen den folgenschweren Schuss abgegeben hatte, wurde psychologische Betreuung angeboten.

Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

Wie der Polizeisprecher mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft Paderborn die Ermittlungen übernommen. «Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen wir von einem Jagdunfall aus», sagte der Polizeisprecher. Die IG Wild beim Wild dokumentiert Jagdunfälle und Kriminalität systematisch.

Weiterführende Artikel

Mehr aktuelle Jagdunfälle und dokumentierte Straftaten mit Hobby-Jägern finden Sie hier: Chronik der Jagdunfälle und Straftaten bei Abschaffung der Jagd sowie in der Chronik der Jagdunfälle in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei PETA.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden →