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Kampagnen & Jagd

Stoppen wir die Zerstörungswut der SVP

Ob Biodiversität, Landschaft, Tiere, Trinkwasser, Ernährung, Verkehr, der SVP geprägte Bauernverband bewirtschaftet das eigene Partikularinteresse.

Redaktion Wild beim Wild — 10. Dezember 2023

Bundesrat Albert Rösti hat zum wiederholten Mal bewiesen, dass er bei fachlich anspruchsvollen Fragen nicht in der Lage ist, kompetente Entscheidungen zu treffen.

Er ist ein Anti-Klimaschützer und Anti-Naturschützer, schreibt republik.ch.

Und der Bauernpräsident Markus Ritter, der für Schandtaten mitverantwortlich ist, will immer noch mehr – leider nicht das, was dem gesunden Menschenverstand entspricht.

Genau diese SVP ist massgeblich mitverantwortlich dafür, dass zum Beispiel in der Schweiz rund 84 Millionen Nutztiere 2022 in der Schweiz geschlachtet wurden. Das sind jeden Monat 7 Millionen Tiere, 230’500 pro Tag, 9’600 pro Stunde, 160 in der Minute und 2,7 in jeder Sekunde! Dies sind die Gleichen, die überall laut pöbelnd jammern, wenn Wölfe in meist ungeschützten Herden Weidetiere reissen. Letztes Jahr 1’706 Tiere.

Der Landwirtschaftszweig, der diese Fleischberge produziert, ist enorm klimaschädlich. Er verursacht weit mehr als die Hälfte des Methanausstosses der gesamten Landwirtschaft, die ihrerseits rund 12,4 Prozent der Schweizer Treibhausgase hervorbringt. Der Anbau von Futtermitteln vereinnahmt hierzulande zudem rund 60 % der Landwirtschaftsflächen, während pro Jahr zusätzlich 1,2 Millionen Tonnen Futtermittel importiert werden, schreibt der Beobachter am 19. Mai 2023.

Dass Jahr für Jahr mehr Tiere für Fleisch getötet werden, ist eine ethische Dauerkatastrophe. Von keinem anderen Tierschutzproblem sind so viele Tiere betroffen.

Durch den Speziesismus werden Tiere nur aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet. Dies schafft die Grundlage dafür, dass fühlende Lebewesen für menschliche Zwecke wie selbstverständlich ausgebeutet, gequält und getötet werden. Speziesismus und Rassismus gehen Hand in Hand.

  • 82 % der Agrarsubventionen fliessen in die Produktion von tierischen Lebensmitteln, nur 18 % in den Pflanzenbau.
  • Der Bund investiert 6 Millionen Franken Steuergelder jährlich in die Fleischwerbung.
  • 1,2 Mio. Tonnen Futtermittel werden jährlich importiert. Dafür wird eine Ackerfläche benötigt, die noch einmal so gross ist wie die gesamte Schweizer Ackerfläche.
  • Auf 60 % der Schweizer Ackerflächen werden Futtermittel angebaut.
  • Die vom Bund festgelegten Umweltziele für die Landwirtschaft werden seit über 10 Jahren kontinuierlich verfehlt.
  • Seit 2017 haben wir einen Ernährungssicherheitsartikel in der Verfassung. Dennoch sind wir noch immer zu 50 % vom Ausland abhängig.

Wenn man Handwerker mit Landwirten vergleicht, bleibt am Schluss übrig, dass die Landwirte eine Randerscheinung sind und unbedeutend für die Schweizer Wirtschaft. Die Land- und Forstwirtschaft beschäftigt nur 3,1 Prozent aller Erwerbstätigen in der Schweiz. Diese erwirtschaften 0,7 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes. Aber bekommen 3 Milliarden an Ausgleichszahlungen.

Der Stadtbewohner

Jeder Stadtbewohner mit oder ohne Familie in einer engen Mietwohnung und 42-Stunden-Woche reibt sich die Augen, wenn er übers Land oder in die Berge fährt. Grosse top moderne Bauernhäuser mit Solarkollektoren auf den Dächern, teure Fuhrparks und dennoch hört man die Bewohner dieser Häuser immer jammern.

Zeitgleich vergeht kaum eine Woche, wo nicht einer dieser SVP-Politiker mit dem Gesetz in Konflikt gerät und in den Medien landet.

Der Wolf

Stand 2017

In den Medien liest der Stadtbewohner mitunter auch über die Ängste der SVP-Wähler vor dem Wolf. «Man getraue sich nicht mehr aus dem Haus und schon gar nicht mit Kindern in den Wald», heulen Hobby-Schafzüchter, Viehbauern oder Hobby-Jäger in den Medien.

Im vergangenen Jahr seien in der Schweiz 1’706 Weidetiere durch Wölfe gerissen worden, die meisten in einem ungeschützten Umfeld! Für diese Unterlassung des Herdenschutzes gibt es Verantwortliche – und das ist bestimmt nicht der Wolf. Man passt sich der Natur an und nicht umgekehrt.

In der Schweiz gibt es viel zu viele Nutztiere, die ausgebeutet, misshandelt und verstümmelt werden. Wegen dieser Nutztiere ist das ganze Land mit Zäunen verunstaltet, was den Lebensraum der Wildtiere und Menschen massiv stört.

Wo der Wolf jagt, wächst der Wald und die Biodiversität.

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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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