2. April 2026, 10:57

Geben Sie oben einen Suchbegriff ein und drücken Sie Enter, um die Suche zu starten. Drücken Sie Esc, um den Vorgang abzubrechen.

Kriminalität & Jagd

Ukraine: Bären-Wilderei im Karpaten-Biosphärenreservat

Das Biospähren-Reservat in den Karpaten (Ukraine) ist international bekannt für seinen Buchen-Urwald. Es gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde vor kurzem mit dem European Wilderness Quality Standard Zertifikat ausgezeichnet. Gemäss eines Berichts der European Wilderness Society gehören fünf grosse Wildnisgebiete zum karpatischen Biosphären-Reservat, von welchen bereits 2 erfolgreich ein „Wildnis-Audit“ bestanden haben. Die drei weiteren erfolgversprechenden

Redaktion Wild beim Wild — 10. November 2017

Das Biosphären-Reservat in den Karpaten (Ukraine) ist international bekannt für seinen Buchen-Urwald. Es gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde vor kurzem mit dem European Wilderness Quality Standard Zertifikat ausgezeichnet.

Gemäss eines Berichts der European Wilderness Society gehören fünf grosse Wildnisgebiete zum karpatischen Biosphären-Reservat, von welchen bereits 2 erfolgreich ein «Wildnis-Audit» bestanden haben. Die drei weiteren erfolgversprechenden Gebiete sind die Svydovec-, die Chornohiora- und die Maramorosh-Wildnis.

Die Gebiete sind sehr abgelegen und unerschlossen und daher die perfekte Umgebung für einheimische Beutegreifer wie etwa Wölfe, Luchse oder Braunbären. Nun wurde bekannt, dass es zu Wilderei-Fällen gekommen ist, welche jetzt untersucht werden.

Wilderei: ein weitverbreitetes Phänomen in Europa

Auch wenn Ranger und öffentliche Behörden Massnahmen zum Schutz solcher Reservate ergreifen, ist die Wilderei eine Begleiterscheinung aller entlegenen Naturschutzgebieten. Vor kurzem hat zum Beispiel ein dänischer Hobby-Jäger in Deutschland einen Wolf erschossen, ein Wilderei-Fall eines Luchs wird derzeit in Süddeutschland untersucht und im Fall dieses Artikels wurde ein Braunbär – Wahrzeichen des Biosphären-Reservat der Karpaten – gewildert.

Karpaten-Biosphärenreservat in der Ukraine

Mykola Rybak, Direktor des Biosphären-Reservat, informierte über Facebook, dass es seit dem 3. November Anzeichen für Wilderei im Reservat gibt. Funde von Rotwild- und Braunbär-Fleisch lassen darauf schliessen. Das Biosphäre-Reservat hat daraufhin umgehende Untersuchungen angekündigt und schuf eine Inspektionskommission, welche aus Mitarbeitern der Naturschutzbehörde und der lokalen Polizei besteht.

Umgehende Reaktion des Biosphären-Reservats

Der Direktor sprach die Wilderei unmittelbar und offen an, unabhängig der Möglichkeit, dass Ortsansässige darin verstrickt sein könnten. Dieses rasche Handeln des Reservats ist ein ausgezeichnetes Vorgehen und verdient internationale Anerkennung.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden