7. April 2026, 21:39

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Tierwelt

EU-Parlament: Neue Regeln für Haustiere beschlossen

Europäisches Parlament setzt sich für Hunde und Katzen ein. In einer richtungsweisenden Abstimmung hat das Europäische Parlament (EP) heute wesentliche Verbesserungen der vorgeschlagenen Verordnung zum Schutz und zur Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen beschlossen.

Redaktion Wild beim Wild — 20. Juni 2025

Die Tierschutzorganisationen VIER PFOTEN und Eurogroup for Animals applaudieren den Abgeordneten für die Unterstützung der drei wichtigsten Säulen des Vorschlags: Mindeststandards für alle Züchter, verbesserte Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen sowie die Einführung einer Positivliste.

«Diese Abstimmung ist ein echter Fortschritt für den Tierschutz in der EU, sagte Georgia Diamantopoulou, Leiterin des European Policy Office von VIER PFOTEN. Jeder Hund und jede Katze verdienen Schutz, unabhängig von der Grösse des Züchters.»

Tierschutzstandards für alle Züchter

Die Zustimmung des Europäischen Parlaments zu Mindestanforderungen an den Tierschutz für alle Züchter ist ein Durchbruch für den Tierschutz. Grundlegende Standards – wie ordnungsgemässe Fütterung, tierärztliche Versorgung und Schutz vor Missbrauch – gelten nun für alle Züchter und schliessen die Tür zu unregulierter Hinterhofzucht und missbräuchlichen Welpen- und Kätzchenmühlen.

Wir können endlich von einem Versuch sprechen, den Handel mit Heimtieren vollständig zu regulieren. Lange Zeit schien es so, als ob Tiere, die in einem millionenschweren Sektor gezüchtet und unter welchen Bedingungen auch immer gehalten werden, nicht der Aufmerksamkeit wert wären. Iwona Mertin, Leiterin des Programms für Heimtiere

Ein mutiger Schritt gegen den illegalen Heimtierhandel

Das EP hat auch einen mutigen Schritt gegen den illegalen Heimtierhandel unternommen, indem es die vollständige Kennzeichnung und Registrierung aller gehaltenen und nicht nur der in den Verkehr gebrachten Hunde und Katzen unterstützt. Diese längst überfällige Massnahme wird es illegalen Züchtern erheblich erschweren, unter dem Radar zu operieren, da jedes Tier jetzt rückverfolgbar sein muss. „Damit wird das Schlupfloch für illegale Züchter endlich geschlossen“, kommentierte Diamantopoulou.

Online-Verkauf: Bis jetzt nicht ganz ausgereift

Die Abgeordneten stimmten gegen die Integration der von der Europäischen Kommission geplanten Online-Registrierungssysteme. Damit wäre sichergestellt worden, dass nur Tiere, die nachweislich identifiziert und registriert wurden, online angeboten werden können.

In einem bahnbrechenden Schritt stimmte das EP für ein Verbot des Verkaufs von Hunden und Katzen in Tierhandlungen. Damit wird ein wichtiger Kanal für Spontankäufe und unverantwortliche Züchtungen geschlossen, die oft mit schlechten Tierschutzbedingungen einhergehen. Indem die Tiere aus den Geschäften entfernt werden, werden transparentere und ethischere Wege zur Adoption oder zum Erwerb bevorzugt.

Künftiger Schutz von anderen Haustieren

Schliesslich hat das EP auch den notwendigen Schutz für andere Begleittiere, nicht nur für Hunde und Katzen, anerkannt und sich für eine rasche Verabschiedung der endgültigen Verordnung eingesetzt.

Das Europäische Parlament hat den künftigen Schutz von Wildtieren, die als Haustiere gehalten werden, in die Tat umgesetzt. Durch die Aufnahme eines Weges für eine Positivliste in den Vorschlag für Hunde und Katzen soll sichergestellt werden, dass nur als geeignet eingestufte Arten als Heimtiere gehalten und verkauft werden können. Damit beginnt eine neue Ära der verantwortungsbewussten Heimtierhaltung, und es wird einer langjährigen Forderung entsprochen. Nick Clark, Leiter des Wildtierprogramms

VIER PFOTEN und die Eurogroup for Animals fordern nun den Rat der EU und das Europäische Parlament auf, die Bestimmungen zur Identifizierung und Registrierung (I&R) während der bevorstehenden Trilog-Verhandlungen zu stärken.

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