2. April 2026, 10:03

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Podcast

TierCrime Podcast 8: Schäferhund Aiko totgetreten

Ein 20 Monate alter Schäferhund wird im Emmental brutal getötet. Ein Mann tritt ihn mit Stahlkappenschuhen in den Kopf und wirft den Kadaver im Wald einen Abhang hinunter. Der Fall Aiko erschüttert die Schweiz und zeigt: Tierquälerei bleibt in diesem Land viel zu oft ohne Konsequenz.

Redaktion Wild beim Wild — 8. März 2026

Der junge Deutsche Schäferhund Aiko wurde von einer alleinerziehenden Mutter im Emmental aufgenommen.

Als die Züchterin ihren Schützling besuchen wollte, wurde sie immer wieder vertröstet. Dann kam die Wahrheit ans Licht: Der Freund der Halterin hatte dem Hund mit einem Stahlkappenschuh so hart in den Kopf getreten, dass Aiko sofort tot umfiel und anschliessend im Wald entsorgt wurde.

«Totgetreten und einfach entsorgt, das ist unfassbar», sagte Züchterin Güntensperger gegenüber Blick. «Da muss man mit einer wahnsinnigen Wucht zutreten. Da will man das Tier ernsthaft und vorsätzlich verletzen.» Die Kantonspolizei Bern nahm die Ermittlungen auf, die Fachstelle Tierdelikte fand den Kadaver des Hundes und eine Person wurde angehalten.

Ohne öffentlichen Druck wäre nichts passiert

Besonders beunruhigend: Die Tierhalterin war dem kantonalen Veterinäramt bereits bekannt, und es lagen Meldungen zu ihrer Tierhaltung vor. Aikos Tod wäre möglicherweise nie aufgeklärt worden, hätte die Tierschutzorganisation «Anihelp» den Fall nicht öffentlich gemacht. «Ohne öffentlichen Druck und die Veröffentlichung dieses Falls wäre die Wahrheit niemals ans Licht gekommen», heisst es in der Petition, die nun politischen Druck erzeugen soll.

Genau diese Dynamik, Behörden, die zu spät handeln, ein System, das versagt, und Tiere, die keine Stimme haben, macht den Fall Aiko zu mehr als einer Tragödie. Er ist ein Symptom.

Episode 8: Investigativer Journalismus für Tiere

In der neuen Folge von TierCrime mit VanDam nehmen sich Dami und Vani auch selbst investigativ auf den Weg. Die beiden Juristinnen, Dr. iur. Vanessa Gerritsen von der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) und MLaw Damaris Kiefer, Fachspezialistin Recht beim Generalsekretariat der Gerichte Kanton Aargau, haben recherchiert, mit Beteiligten gesprochen und versucht, die Hintergründe zu verstehen.

Dami stellt die Fragen, die viele beschäftigen. Vani ordnet ein: Warum ist Tierquälerei ein Offizialdelikt und was bedeutet das für die Strafverfolgung? Warum sind Ermittlungen bei Tierdelikten besonders schwierig? Und welche Verantwortung tragen Tierhaltende und Züchtende?

Themen dieser Folge: Tierquälerei und rechtliche Einordnung im Schweizer Recht, Ermittlungen und Beweisfragen bei Tierdelikten, Verantwortung von Tierhaltenden und Züchtenden, Offizialdelikte und die Rolle des öffentlichen Drucks.

Eine Petition fordert Konsequenzen

Der Fall Aiko hat auch politisch etwas in Bewegung gebracht. Eine Petition fordert strengere Konsequenzen bei Gewalt gegen Tiere, mehr Transparenz im Tierschutzvollzug und eine bessere Einbindung von Tierschutzorganisationen in den Vollzug. Wer diese Forderungen unterstützen möchte, kann die Petition direkt unterschreiben:

Petition unterschreiben: Schutz für Tiere, Gewalt stoppen, Transparenz schaffen

Jetzt reinhören

«TierCrime mit VanDam» ist der erste True-Crime-Podcast der Schweiz, der echte Fälle von Tierquälerei beleuchtet, schonungslos, fundiert und mit juristischer Präzision. Für die Tiere, die keine Stimme haben. Und für eine Gesellschaft, die endlich hinschauen muss.

Weitere Podcast-Folgen von TierCrime mit VanDam finden sich in der Podcast-Kategorie auf wildbeimwild.com.

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