SVP-Nationalrat und Metzger Mike Egger (33) hat Mühe, die einfachsten Dinge mental richtig einzuordnen.
Schon vor einem Jahr hatte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mit seiner neuen Lebensmittelpyramide für Zukunft gesorgt.
Die Argumentation von Mike Egger ist ein Paradebeispiel für intellektuelle Bequemlichkeit und moralische Blindheit.
Dass Egger den BLV-Vorschlag als „Missionierung“ bezeichnet, wäre fast amüsant, wenn es nicht so durchschaubar wäre. Er konstruiert ein Drama, das nur in seinem Kopf existiert:
- Niemand will Fleisch verbieten.
- Niemand will Eltern erziehen.
- Niemand will Kinder umerziehen.
Doch Egger reagiert, als hätten Beamte in Bern persönlich seinen Kühlschrank verhaftet.
Das ist kein politisches Argument, das ist eine Reflexhandlung. Und zwar eine, die zeigt, wie wenig Substanz hinter seiner Empörung steckt.
Während Mike Egger theatralisch im blick.ch von „Ernährungsfreiheit“ spricht, drückt er beide Augen fest zu vor dem, was Fleischkonsum real bedeutet:
- Gewalt
- Leid
- Ausbeutung
- Umweltzerstörung
- Belastung für Kinderkörper und Kindergeist
Diese Aspekte existieren in Eggers Welt offenbar nicht. Er verteidigt Fleischkonsum wie ein Relikt der Vergangenheit. Ein Symbol, das er über jede ethische Überlegung stellt. Jedes Jahr werden in der Schweiz über 80 Millionen Nutztiere für den ungesunden Fleischfrass geschlachtet, was ein enormer Krankenkassenprämientreiber ist.
Ein Politiker, der Gewalt in der Nahrung nicht einmal erwähnt, hat den Kern der Debatte nicht verstanden.
Während Mike Egger sich im Kreis dreht, hat der gesunde Menschenverstand längst Antworten formuliert, die weit über sein Denken hinausgehen:
- Gewalt in der Nahrung vergiftet den Geist.
- Fleisch macht krank.
- Nahrung ohne Leid erzieht den Menschen zu Mitgefühl.
- Tierische Nahrung den Geist trübt, reizbar macht und das Bewusstsein senkt.
- Reinheit beginnt beim Essen.
Diese Lehren sind älter als jeder politische Reflex, den Mike Egger jemals haben wird.
Während er sich an Fleisch klammert wie ein Ertrinkender an ein altes Brett, haben Kulturen seit Jahrtausenden begriffen: Wer Frieden will, muss Frieden essen.
Kindern Fleisch aufzudrängen, ist keine Freiheit, es ist geistiger Stillstand. Kinder ziehen immer den Apfel dem Hasen vor. Alles andere ist Konditionierung. Kinder benötigen keine Fleischrhetorik.
Kinder benötigen:
- Frieden
- Sicherheit
- Klarheit
- Reinheit statt Fleisch
- Nahrung ohne Leid
- ein Umfeld, das Mitgefühl stärkt, nicht abstumpft
Egger ignoriert das völlig. Er stellt das Recht auf Fleisch über das Recht der Kinder auf eine gewaltfreie, friedliche Lebenswelt. Das ist nicht nur unzeitgemäss. Es ist unverantwortlich.
Die Wahrheit ist bitter einfach: Es geht ihm nicht um Kinder. Nicht um Familien. Nicht um Gesundheit. Und schon gar nicht um Bewusstheit.
Es geht um den künstlichen Erhalt eines kulturellen Reflexes, der längst überholt ist. In einer Zeit, in der die Welt nach Frieden, Nachhaltigkeit, Tierschutz, Klima- und Umweltschutz oder Mitgefühl schreit, setzt Egger sich hin und kämpft ernsthaft für mehr Fleisch in Kindergärten.
Das ist keine Politik. Das ist Realitätsverweigerung.
Die BLV-Empfehlung ist kein Zwang, kein Dogma, kein Angriff auf Freiheit. Sie ist ein Schritt hin zu Bewusstheit und Frieden.
Egger will uns zurückziehen, in eine dunkle Vergangenheit, die längst nicht mehr funktioniert.
Doch die Zukunft gehört jenen, die begriffen haben, was der gesunde Menschenverstand seit Jahrtausenden weiss: Gewaltlosigkeit ist nicht moralischer Luxus. Sie ist die Grundlage jedes Fortschritts.
Und wer das nicht erkennt, hat in der Ernährungsdebatte und erst recht in der Zukunft nichts anzubieten ausser Lärm.
Fleisch ist ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Es enthält Eisen, Zink, Vitamin B12 und viele weitere Nährstoffe, die wichtig für die Entwicklung des menschlichen Körpers sind. Mit einem Konsum von einem Kilogramm Fleisch pro Woche sind wir weit weg von einem Überkonsum. Deshalb wehre ich mich auch gegen dieses unsägliche Fleisch-Bashing. Mike Egger – Nationalrat SVP
Das mag bei einem Hund zutreffen, aber sicher nicht beim Menschen. Fleisch ist energetisch tote Materie und somit kein gesundes Lebensmittel für Körper, Geist und Seele. Mike Egger müsste sich nur einmal genau im Spiegel anschauen, dann würden auch ihm die anatomischen Unterschiede zwischen einem richtigen Fleischfresser und Menschen auffallen. Vielen Menschen wird bereits beim Anblick von Blut, geschweige denn einem toten Tierkörper, schlecht. Tote Körper wirken auf uns abstossend. Natürlich kann ein Mensch alles essen, er ist aber kein Abfalleimer.
Der Mensch hat keine eigentlichen Reisszähne und Krallen, wie sie die fleischfressenden Tiere in der Natur haben. Fleischfresser haben scharfe und spitze Vorderzähne zum Reissen, aber kein Kaugebiss zum Zermahlen. Fleischfresser verschlingen ihre Nahrung in der Regel ohne zu kauen und roh. Durch den Verzehr von Fleisch, zwingen wir den Körper zu einer unnatürlichen Kost, für die er nicht geschaffen wurde. Eine, wie von Mike Egger propagierte Ernährung wider der Genetik hat nur Nachteile und fördert Krebs und andere Krankheiten. Fleisch ist bestenfalls ein Füllstoff in Notzeiten aber kaum ein Lebensmittel für Menschen. Rinder entwickelten dabei Rinderwahnsinn.
Unsere Anatomie zeigt somit nicht typische Merkmale eines hochspezialisierten Fleischfressers.
Die Wissenschaft ist eindeutig: Hoher Fleischkonsum treibt chronische Krankheiten in die Höhe und mit ihnen die Krankenkassenprämien, die wir alle bezahlen müssen. Wer heute noch so tut, als wäre Fleisch eine harmlose Gewohnheit, deckt ein System, das Milliarden verursacht, Menschen krank macht und Tiere massenhaft leiden lässt. Die Fleischindustrie verschweigt ihre wahren Kosten, während die Bevölkerung die gesundheitlichen und finanziellen Folgen tragen muss. Es ist höchste Zeit, dieses destruktive Geschäftsmodell als das zu benennen, was es ist: ein dauerhaftes Risiko für Gesundheit, Gesellschaft, Umwelt und Zukunft.
| Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan. |






