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Tierwelt

ASP-Zaun wird zur Todesfalle für Wildtiere

Das Wasser im Polder geht zurück, die Gefahr für Rehe, am ASP-Schutzzaun zu verenden, bleibt.

Redaktion Wild beim Wild — 11. Januar 2022

Das Wasser im Polder geht zurück, die Gefahr für Rehe, am ASP-Schutzzaun zu verenden, bleibt.

Im Sommer 2021 wurde entlang der brandenburgisch-polnischen Grenze ein rund 255 Kilometer langer Drahtzaun zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Nationalpark Unteres Odertal fertiggestellt. Ziel des Zauns ist es, möglicherweise infizierte Wildschweine daran zu hindern, von Polen nach Deutschland zuzuwandern.

Tierschützerinnen, Tierschützer und der Nationalpark Unteres Odertal fordern vom Kreis dringend eine Lösung. Schutzzäune gegen die Afrikanische Schweinepest in Brandenburg sollen für kleinere Wildtiere wie Rehe weiter durchlässig sein, aber nicht für Wildschweine. Nach der Entdeckung von verendeten Rehen am Zaun in der Uckermark seien Landkreise gebeten worden, kurzfristig Lösungen zu schaffen, um Tierleid jetzt und in Zukunft zu verhindern, teilte das Verbraucherschutzministerium mit.

Tierschützerinnen und Tierschützer fordern dauerhafte Abhilfe

Die Nationalparkverwaltung hatte bereits im Sommer vor den negativen Auswirkungen des Zauns auf den Wildwechsel und die Schutzziele des Nationalparks gewarnt. Sollte es im Winter zu einer Überflutung des ganzen Gebiets kommen, werden wohl noch viel mehr Tiere sterben.

Verendetes Reh am ASP-Schutzzaun

Die Schutzzäune seien bislang die einzig effektive Massnahme, die Verbreitung der Schweinepest zu verhindern, so das Ministerium. Die Zäune seien mit 1,20 Meter Höhe weitestgehend so konstruiert, dass Rehe und Hirsche sie überspringen und kleinere Tiere hindurchschlüpfen könnten.

Landkreis Uckermark will zeitweise Tore öffnen

Bei dem Vorfall wird vermutet, dass die Tiere wegen des feuchten Bodens den Zaun nicht wie sonst überspringen konnten, so das Ministerium. Der Landkreis Uckermark wolle nun die vorhandenen Tore zeitweise öffnen. Damit haben die Tiere die Möglichkeit, einen Weg ins Gelände ausserhalb der Polder zu finden. Zudem werde der Schutzzaun täglich abgefahren. Ranger leiteten die Tiere dann zu den Öffnungen. Auch eine Drohne werde eingesetzt. Anschliessend würden die Tore wieder geschlossen.

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