Tierfreundlicher Umgang mit Stadttauben
Man kann die Taubenfütterung gar nicht verbieten, sondern sei verpflichtet, sich um die Tiere zu kümmern. Stadttauben sind nämlich keine Wildtiere, sondern verwahrloste Haustiere, die von Haustauben abstammten. Fütterungsverbote führen deshalb nicht zu schrumpfenden Populationen, sondern nur zur Verelendung.
Gebäude sind ihre Felsen, drei Stöcke ihr angedeutetes Nest und Hamburgerreste ihr Körnerfutter. Stadttauben hinterlassen Kot und Ärger. Doch die Ablehnung beruht oft auf einem Missverständnis. «Stadttauben sind entflohene Haustauben», sagt Jens Hübel, Fachtierarzt für Zier-, Zoo- und Wildvögel.
Wer nicht nach Hause findet, landet auf der Strasse
«Tiere, die nicht nach Hause finden, sind für den Brieftaubensport uninteressant», erklärt Hübel. «In der Flugsaison von April bis September bleiben jedes Wochenende 20’000 bis 30’000 Brieftauben auf der Strecke.»
Überschätzt als Krankheitsüberträger
«Die Bedeutung der Stadttaube als Krankheitsüberträger wird überschätzt», sagt Hübel. «Das Risiko ist nicht grösser als bei anderen Tierarten wie Spatzen, Krähen, Hühnern oder Katzen.»
Tiergerechter Umgang mit Tauben
«Wir brauchen Taubenschläge, in denen die Tiere einen Grossteil ihres Kots absetzen, mit Fütterung im Schlag und Eiertausch», sagt Hübel. Berlin konnte die Zahl der Tauben von 150’000 im Jahr 1980 auf 19’000 im Jahr 2022 senken. Mehr zum Thema Tierrechte und Vogelschutz.
| Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan. |
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →