20 Jahre Bären in der Schweiz
Vor zwanzig Jahren, am 25. Juli 2005, wurde in der Schweiz nach 101 Jahren erstmals wieder ein Bär gesichtet.
Wanderer berichteten damals zunächst, einen Bären beim Ofenpass gesehen zu haben.
Danach folgten am 28. Juli die Fotobeweise. Eine Sensation, denn nachdem 1904 der letzte Bär in der Val S-charl geschossen wurde, wurde der Braunbär in der Schweiz seit einem Jahrhundert als ausgerottet angesehen.
22 Bären waren seitdem anwesend, aber die meisten davon blieben nur ein paar Wochen oder höchstens ein paar Monate.
Die Rückkehr der Bären in die Schweiz ist ein bemerkenswerter Erfolg in der Landschaftsschutz- und Naturschutzpolitik und eine spannende Geschichte, die in den letzten zwei Jahrzehnten geschrieben wurde.
Seit ihrer Wiederansiedlung hat sich viel verändert, sowohl für die Bären selbst als auch für die Schweizer Bevölkerung.
Alle Bären hatten ihre Herkunft im italienischen Trentino und waren in das angrenzende Graubünden eingewandert. Es handelte sich ausschliesslich um junge Männchen. Sie kehrten jeweils mit Erreichen der Geschlechtsreife in den Trentino zurück, wo es auch Bärinnen gibt.
In Erinnerung blieben in der Schweiz vor allem die beiden Bündner Problembären JJ3 und M13. Sie wurden erschossen, weil sie zu wenig Scheu zeigten, Bienenstöcke plünderten und Schafe rissen. 90 Prozent der bisherigen Bären in der Schweiz hätten sich aber weitgehend unauffällig verhalten. M29 etwa habe von 2016 bis 2020 in den Kantonen Bern und Uri gelebt, ohne Schäden anzurichten oder Menschen zu nahe zu kommen.
Aktuell lebt, so weit bekannt, lediglich ein Bär in der Schweiz. Er erschien im Mai im Unterengadin, wanderte im Juni kurzzeitig nach Mittelbünden und hält sich seitdem wieder im Unterengadin rund um den Nationalpark auf.
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