Italien: Grosse Demonstration gegen die Hobby-Jagd
Am Samstag, den 15. September 2018, sind in Florenz vom Platz der Unabhängigkeit aus, gutmütige Menschen auf die Strasse, um für die Verteidigung der Wildtiere zu demonstrieren. Gleichzeitg soll dabei auch an die Opfer gedacht werde, die jedes Jahr von Hobby-Jäger erschossen werden.
Am Samstag, den 15. September 2018, sind in Florenz vom Platz der Unabhängigkeit aus gutmütige Menschen auf die Strasse, um für die Verteidigung der Wildtiere zu demonstrieren. Gleichzeitig soll dabei auch an die Opfer gedacht werden, die jedes Jahr von Hobby-Jägern erschossen werden.
Aus ganz Italien sind Aktivisten unter anderem mit Bussen und Zug angereist. Der Protest fand am Vorabend der neuen Jagdsaison statt.
Hobby-Jagd ist kein Hobby, sondern Krieg
«Nach Jahren der Stille ist jetzt in Italien wieder die Rede von der Hobby-Jagd und all ihren Opfern», sagt Massimo Vitturi von der LAC (Lega Abolizione Caccia). «Aus diesem Grund haben wir bereits im Jahr 2017 eine Kampagne gestartet, damit alle verstehen, dass die Hobby-Jagd kein Hobby ist, sondern Krieg.»
Vitturi hat mehr als 60’000 Unterschriften mit einer Petition gesammelt, in der die Abschaffung der Hobby-Jagd gefordert wird und die im Senat sowie in der Kammer deponiert wurde.
Fast eine halbe Milliarde Tiere pro Jahr
Rehe, Füchse, Vögel: In Italien töten Hobby-Jäger jedes Jahr fast eine halbe Milliarde Tiere, das sind acht Mal die menschliche Bevölkerung des Landes. Es werden auch geschützte Arten bejagt oder solche die es sonst schon sehr schwer haben, wegen dem Dichtestress, Landverbrauch, Pestiziden und Klimawandel.
Jagdopfer-Statistik 2017/2018
Die Hobby-Jagd ist auch die Sportart, welche Menschen verletzt und tötet. Der Verband der Jagdopfer hat am Ende der Jagdsaison ein Dossier mit den Jagdwaffen-Opfern zusammengestellt:
- Zivile Nichtjäger: 34, davon 24 verletzt und 10 Tote
- Hobby-Jäger: 81, davon 60 verletzt und 20 Tote
- Total: 85 Verletzte und 30 Tote
- 3 Opfer waren minderjährig, davon 2 verletzt und 1 getötet
Mehr zu Tierrechten und zum Tierschutzproblem der Hobby-Jagd.
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