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Tierwelt

Grausame Behandlung von Forellen in spanischen Fischfarmen entdeckt

Eine neue Untersuchung von AnimaNaturalis enthüllt die erschütternden Bedingungen, denen Regenbogenforellen in spanischen Aquakulturanlagen ausgesetzt sind. Die Aufnahmen aus sechs intensiven Fischzuchtbetrieben enthüllen das extreme Leiden, das aufgrund des fehlenden EU-weiten Schutzes für Zuchtfische unkontrolliert weitergeht.

Redaktion Wild beim Wild — 6. Juli 2025

Spanien ist mit einem Anteil von über 23 % an der Produktion im Jahr 2023 der grösste Erzeuger von Zuchtfischen in der EU.

Jedes Jahr werden in Spanien schätzungsweise 254 Millionen Fische gezüchtet und geschlachtet. Die in Spanien am häufigsten gezüchtete Fischart, die Regenbogenforelle, macht über 30 Millionen Tiere pro Jahr aus, wird aber behandelt, „als wären sie nur ein Produkt“.

Mit der Unterstützung des Fotojournalisten Aitor Garmendia und des Videofilmers Linas Korta wurden in der Untersuchung Aufnahmen gemacht:

  • Extreme Überbelegung mit Fischen, die gezwungen sind, in mit Abfall gefülltem Wasser zu schwimmen und um Platz und Sauerstoff zu kämpfen.
  • Kranke und verletzte Fische mit beschädigten Kiemen, abgerissenen Flossen und Reibungsverletzungen, die durch grobe Behandlung und Saugmaschinen verursacht wurden.
  • Brutale Schlachtmethoden, einschliesslich des weitverbreiteten Einsatzes von Wärmeschocks, bei denen lebende Fische bis zu 90 Minuten lang in Eis oder eiskaltes Wasser getaucht werden, was zu verlängerter Bewusstlosigkeit, Unterkühlung und Erstickung führt.
  • Unwirksame elektrische Betäubung, die dazu führt, dass die Fische lebend ausgenommen werden, was einen direkten Verstoss gegen die geltenden EU-Vorschriften gegen vermeidbares Leiden darstellt.
  • Verschlimmerter Stress während des Transports: Schlechte Wasserqualität, Sauerstoffmangel und Stösse beim Ver- und Entladen machen die letzte Lebensphase der Fische zu einer besonders traumatischen Erfahrung.

Das Leben von Lebewesen in Tonnen zu messen, ist nicht nur technisch bedingt – es ist eine Strategie, um Leiden in eine anonyme Ware zu verwandeln. Jeder Fisch ist ein Individuum, das sich in überfüllten Netzen quält, doch die Industrie löscht sie aus, indem sie die Kadaver und nicht die Lebewesen zählt. Jede Verzögerung bei der Gesetzgebung ist eine lebenslange Strafe für Wesen, die Würde verdienen. – Aïda Gascón, Direktorin, AnimaNaturalis Spanien

Diese Grausamkeiten verstossen eindeutig gegen die EU-Richtlinie, die Nutztiere, einschliesslich Fische, schützt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Nutztieren keine unnötigen Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden.

Diese kritische Situation zeigt, dass strengere nationale und EU-Regelungen erforderlich sind, damit artspezifische Vorschriften umgesetzt und durchgesetzt werden können und mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Empfindungs- und Leidensfähigkeit von Fischen übereinstimmen. Angesichts der laufenden Überlegungen zum EU-Vorschlag für Tiertransporte und den zu erwartenden Vorschlägen für die Tierhaltungs- und Schlachtverordnung ist es jetzt an der Zeit, zu handeln und sicherzustellen, dass Zuchtfische angemessen geschützt werden.

Die Kampagne von AnimaNaturalis umfasst eine Bürgerpetition, in der die EU aufgefordert wird, Fischen endlich den dringend notwendigen rechtlichen Schutz zu gewähren.

Angesichts dieser schwerwiegenden Beweise fordert die Organisation, dass die europäischen Behörden unverzüglich verbindliche Anforderungen an Platz, effektive Betäubung und behördliche Aufsicht in Fischfarmen einführen.

Die Untersuchung fällt mit der Ausarbeitung des ersten Verhaltenskodex für das Wohlergehen von Fischen durch die Europäische Kommission zusammen, der als praktisches Dokument für Aquakulturproduzenten zur Umsetzung bewährter Praktiken für das Wohlergehen von Fischen dient und für verschiedene Lebensstadien und Produktionsmethoden gilt. Dieser Kodex soll die strategischen Aquakultur-Leitlinien der EU für 2030 erfüllen und sicherstellen, dass sich die Aquakultur in der EU auf nachhaltige und ethische Weise weiterentwickelt.

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