Weihnachten: Unethische Tierzucht boomt während der Feiertage
Die Nachfrage nach Hunden und Katzen erreicht über die Feiertage Spitzenwerte und befeuert die dunkle Heimtierbranche.
Die hohe Nachfrage nach Kätzchen und Welpen während der Weihnachtszeit heizt eine versteckte Industrie mit unethischer Zucht und Handel an.
Nicht nur, dass wir alle als Einzelpersonen Verantwortung übernehmen, auch die EU hat die Möglichkeit, das Leben von Katzen und Hunden mit dem neuen Legislativvorschlag über ihr Wohlergehen und ihre Rückverfolgbarkeit erheblich zu verbessern.
Nachfragespitze um die Feiertage
Da viele Konsumentinnen und Konsumenten Welpen, Kätzchen und andere Begleittiere suchen, um sie während der Feiertage zu verschenken, fahren unethische Züchter die Produktion hoch, um Gewinne zu erzielen.
Einrichtungen wie Welpenfarmen halten die Tiere unter unangemessenen Bedingungen, ohne auf ihr Wohlergehen zu achten, und züchten ständig, um die Anzahl der produzierten Würfe zu maximieren.
Andere Züchter nehmen keine Rücksicht auf die genetische oder körperliche Gesundheit ihrer Tiere und produzieren Tiere, die ihr Leben lang leiden, wie z. B. brachycephale Hunde und Katzen.
Online-Marktplätze sind inzwischen der häufigste Ort, um Begleittiere zu finden und zu kaufen. Da es keine Aufsicht und Überprüfung gibt, können Züchter die Tiere, die sie verkaufen, leicht falsch darstellen und irreführende Informationen über ihren Hintergrund, ihre Gesundheit und andere Merkmale veröffentlichen.
Unverantwortlicher Besitz
Sobald die Freude über ein neues Haustier nachlässt, werden viele Tiere in Tierheimen ausgesetzt oder sogar als Streuner sich selbst überlassen.
Die Tierheime werden im neuen Jahr häufig mit abgegebenen Tieren überschwemmt und haben Mühe, ein geeignetes neues Zuhause zu finden.
Wie könnte die EU handeln?
Das Europäische Parlament wird in Kürze mit der Arbeit an den vorgeschlagenen Rechtsvorschriften über das Wohlergehen und die Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen beginnen.
Es gibt noch eine Reihe von Verbesserungen, um sicherzustellen, dass kein Haustier durch die Maschen schlüpft. Dazu gehören strengere Vorschriften für Online-Marktplätze und eine ausnahmslose Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Tiere.
Ausserdem sind nicht nur Katzen und Hunde die Leidtragenden der unethischen Heimtierbranche. Wenn der Vorschlag auf alle Haustiere ausgedehnt würde, könnte die EU das Leben dieser Tiere erheblich verbessern.
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