2. April 2026, 18:09

Geben Sie oben einen Suchbegriff ein und drücken Sie Enter, um die Suche zu starten. Drücken Sie Esc, um den Vorgang abzubrechen.

Kunterbunt

Freiwillige statt Flinte: Das Bergwaldprojekt ruft um Hilfe

Das Bergwaldprojekt mit Sitz in Trin sucht für das Jahr 2026 dringend engagierte Freiwillige, die in einwöchigen Einsätzen konkret zum Erhalt der Bergwälder beitragen. Jährlich beteiligen sich bereits rund 3000 Menschen an über 50 Standorten in der Schweiz, in Liechtenstein und im angrenzenden Österreich, um die Stabilität und Schutzfunktion der Bergwälder zu sichern.

Redaktion Wild beim Wild — 26. Februar 2026

Diese Wälder schützen Siedlungen und Infrastrukturen vor Lawinen, Steinschlag und Hochwasser und leisten damit weit mehr als die Kulisse für Jagdtourismus und Wildfütterungen.

Der Klimawandel, höhere Temperaturen und Extremereignisse setzen die Bergwälder zusätzlich unter Stress, gleichzeitig steigt die Belastung durch die Hobby-Jagd, touristische Nutzung, Infrastruktur und forstliche Eingriffe.

Um die Widerstandskraft des Bergwaldes zu erhöhen, setzt das Bergwaldprojekt auf gezielte Massnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt, auf standortgerechte Verjüngung und auf kontinuierliche Pflege statt auf kurzfristige Rohstoffmaximierung.

Damit steht das Projekt in einem klaren Kontrast zu jagdgetriebenen «Lösungen», bei denen Wildtiere als Sündenböcke für angebliche Verbissschäden herhalten müssen, während strukturelle Probleme im Waldmanagement ausgeblendet bleiben.

Handarbeit im Gelände: Was Freiwillige konkret tun

In den Projektwochen arbeiten Freiwillige unter fachlicher Anleitung im steilen Gelände: Sie pflanzen standortgerechte Jungbäume, pflegen Schutzwälder, entfernen standortfremde Arten, bauen Erosionsschutz und helfen, Waldstrukturen widerstandsfähiger gegen Stürme und Trockenheit zu machen.

Solche Einsätze verbinden körperliche Arbeit mit Umweltbildung. Freiwillige lernen ökologische Zusammenhänge kennen und erleben, wie Waldökosysteme ohne Jagdromantik, aber mit viel Handarbeit stabilisiert werden können.

Öffentlichkeitsarbeit statt Jagdpropaganda

Das Bergwaldprojekt bittet explizit Medien und Plattformen darum, auf die Bedeutung des Bergwaldes hinzuweisen und bei der Suche nach Freiwilligen zu unterstützen.

Für Redaktionen stehen ein ausführlicher Pressetext sowie Medienbilder zur Verfügung. Zudem lädt das Projekt Medienschaffende ein, vor Ort mitzuarbeiten und direkt mit Freiwilligen und Projektleitenden zu sprechen.

Für jagdkritische Publikationen wie wildbeimwild.com ist das eine Gelegenheit, den Fokus weg von Hobby-Jagd und Trophäen hin zu echter Schutz- und Pflegearbeit im Wald zu lenken und damit ein anderes Bild von Engagement für Bergregionen zu zeigen.

Ein Gegenentwurf zur Hobby-Jagd

Während Jagdverbände weiterhin versuchen, ihre Rolle als angebliche Hüterinnen und Hüter des Waldes zu inszenieren, zeigt das Bergwaldprojekt einen zivilgesellschaftlichen Gegenentwurf: Schutzwaldpflege als Gemeinwohlaufgabe, getragen von Freiwilligen und Fachleuten, ohne Abschusszahlen und Trophäenlogik.

Wer sich engagieren will, findet auf der Website des Bergwaldprojekts Informationen zu Einsatzorten und Terminen und kann mit eigener Arbeit mehr für den Bergwald tun, als es eine ganze Saison Hobby-Jagd je leisten könnte.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden