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Kriminalität & Jagd

Hobby-Jäger erschiesst vier Menschen in Kirche

Was wir über den Kirchenschützen Thomas Sanford aus Michigan/USA wissen.

Redaktion Wild beim Wild — 29. September 2025

Thomas Jacob Sanford, der Verdächtige bei der Massenerschiessung in einer Kirche in Michigan am Sonntagmorgen, dem 28.9.2025, war ein Hobby-Jäger im Endstadium.

Laut Polizei rammte der 40-jährige Sanford aus Burton im US-Bundesstaat Michigan mit seinem Pickup die Fassade der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Grand Blanc, bevor er auf die Gläubigen schoss und irgendwann das Gebäude in Brand setzte. Mindestens vier Menschen wurden getötet und acht verletzt. Sanford starb während eines Schusswechsels mit der Polizei, schreibt die New York Times.

Die Behörden haben kein Motiv für den Angriff genannt.

Ein Sprecher des Marine Corps sagte, Sanford habe als Sergeant gedient und mehrere Medaillen für seinen Dienst erhalten, der von 2004 bis 2008 dauerte. Ab Sommer 2007 war er mehrere Monate lang im Rahmen der Operation Iraqi Freedom im Einsatz.

Aus Social-Media-Konten, die mit Sanfords Familie verknüpft sind, geht hervor, dass er verheiratet war und mindestens ein Kind, einen kleinen Sohn, hatte. Laut einer GoFundMe-Seite aus dem Jahr 2015 benötigte die Familie Spenden, um die medizinische Versorgung von Sanfords Sohn zu finanzieren, der mit einer seltenen genetischen Störung geboren wurde.

Bei dem Neugeborenen wurde ein angeborener Hyperinsulinismus diagnostiziert, der einen langen Krankenhausaufenthalt und mehrere Operationen zur Entfernung von Teilen der Bauchspeicheldrüse erforderlich machte, wie eine Facebook-Seite der Familie berichtet.

Andere Beiträge auf der Facebook-Seite von Sanfords Mutter zeigen, dass Sanford ein Hobby-Jäger war und mit Rehen und anderem Wild von der Hobby-Jagd posierte.

Es braucht laut der IG Wild beim Wild jährlich medizinisch-psychologische Gutachten für Hobby-Jäger nach dem Vorbild von Holland sowie auch eine Altersbegrenzung nach oben. Die grösste Altersklasse bei den Hobby-Jägern sind 65+, jene mit Alters-, Denk-, Seh-, Konzentrations- und Reaktionsschwächen sowie Ausbildungs- und Trainingsdefiziten. Ab dem 45. Lebensjahr steigt die Zahl der Unglücke für Menschen und Tiere dramatisch an. Die erschreckenden Meldungen über Jagdunfälle und tödliche Straftaten mit Hobby-Jäger-Waffen zeigen: Es wird höchste Zeit für die Abschaffung der Hobby-Jagd! Tödliche Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Hobby-Jägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können! Hobby-Jäger repräsentieren alles, was in der Welt falsch läuft.

Hobby-Jäger leben Speziesismus. Speziesismus ist vergleichbar mit Rassismus und Sexismus, und das ist keine Kultur oder Tradition.

Insbesondere bei der Hobby-Jagd ist es elementar, dass man ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten und Fake News manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze.

Mehr dazu im Dossier: Psychologie der Jagd

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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