9. April 2026, 23:57

Geben Sie oben einen Suchbegriff ein und drücken Sie Enter, um die Suche zu starten. Drücken Sie Esc, um den Vorgang abzubrechen.

Kunterbunt

Koriander: Gewürz mit Charakter

Koriander spaltet die Geschmäcker: Die einen lieben sein intensives Aroma, die anderen können sich nicht damit anfreunden. Doch eines ist sicher: Das vielseitige Kraut mit seinen zarten Blättern und aromatischen Samen ist in vielen Küchen dieser Welt nicht wegzudenken.

Redaktion Wild beim Wild — 9. März 2025

Koriander ist eine Pflanze, die fast vollständig verwertet werden kann – von den Blättern über die Samen bis hin zur Wurzel.

Während das frische Koriandergrün besonders in der asiatischen und lateinamerikanischen Küche verwendet wird, sind die Samen auch in der europäischen Küche ein bekanntes Gewürz. Die Blätter zeichnen sich durch ihr zitronig-pfeffriges Aroma aus, während die Samen milder und leicht süsslich schmecken.

Koriandergrün passt hervorragend zu Currys, Salaten und Salsas oder wird als Garnitur über Gerichte gestreut. Die Samen hingegen finden sich in Brotgewürzen, Pasteten und Wurstwaren wieder und sind ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Currymischungen. Besonders intensiv wird ihr Aroma, wenn sie vor der Verwendung leicht angeröstet und frisch gemahlen werden.

Das gewisse Etwas in der Küche

Koriander gehört zu den ältesten bekannten Gewürzen und wurde schon in den Gräbern ägyptischer Pharaonen gefunden. Ursprünglich stammt er aus dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten, wird aber heute weltweit angebaut. In Europa wächst das Kraut vor allem von April bis August, kann aber ganzjährig in Gewächshäusern oder als Importware erworben werden.

Neben seinem einzigartigen Geschmack bringt Koriander auch gesundheitliche Vorteile mit sich. Er wirkt verdauungsfördernd, hilft gegen Magenkrämpfe und Blähungen und kann schwer verdauliche Speisen bekömmlicher machen. Zudem hat Koriander eine appetitanregende und beruhigende Wirkung und findet sich deshalb oft in Kräutertees wieder. Ob als aromatische Würze in exotischen Gerichten oder als feine Note in Backwaren – Koriander verleiht Speisen das gewisse Etwas.

Kräuteranbau in der Schweiz

Obwohl sich der Kräuteranbau in der Schweiz in den letzten 30 Jahren stark entwickelt hat, bleibt er eine Nische. Schweizer Kräuter erfreuen sich aber einer wachsenden Nachfrage – sei es als Küchengewürze, Heilpflanzen oder für die Kosmetik- und Süsswarenindustrie. Die Produktionskosten für Kräuter sind in der Schweiz aber hoch und daher wird der Bedarf an Kräutern grösstenteils durch Importe gedeckt.

Schweizer Bauernfamilien kultivieren eine breite Palette an Kräutern und Gewürzen. Neben bekannten Sorten wie Petersilie, Basilikum oder Thymian werden auch weniger geläufige Pflanzen wie Löffelkraut, Heilzwiebeln oder Engelwurz angebaut. Organisationen wie Pro Specie Rara setzen sich dafür ein, seltene und traditionelle Kräuterarten zu erhalten und deren Anbau zu fördern. Mehr als die Hälfte der Anbaufläche für Küchen- und Medizinalkräuter in der Schweiz wird biologisch bewirtschaftet. Auch die pflanzliche Ernährung gewinnt in der Schweiz an Bedeutung.

Bergkräuter: Tradition und Qualität

Über ein Drittel der gesamten Schweizer Kräuterproduktion findet im Berggebiet statt. Insbesondere der Anbau von Trockenkräutern findet vor allem im Berggebiet statt, da die klimatischen Bedingungen dort ideal für die Produktion sind. Der Anbau in höheren Lagen kann die Inhaltsstoffe der Kräuter positiv beeinflussen und bietet einen zusätzlichen Verkaufswert. Zudem ist er eine Chance zur wirtschaftlichen Stärkung der Bergregionen und zum Erhalt der traditionellen Landwirtschaft.

Mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft «ArGe Bergkräuter» im Jahr 1985 wurde die Basis für eine koordinierte Kräuterproduktion gelegt. Heute ist «ArGe Bergkräuter» die Dachorganisation für den Schweizer Kräuteranbau. Der Absatz von Schweizer Kräutern erfolgt über Grossverteiler, Detailhändler sowie Unternehmen aus der Gewürz-, Tee-, Süsswaren-, Kosmetik- und Heilmittelindustrie.

Die Kräuterproduktion in der Schweiz erfordert viel Handarbeit. Neben der Absatzsicherung ist der passende Standort eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Anbau. Trotz hoher Produktionskosten bietet der Schweizer Kräutermarkt weiterhin Potenzial für Wachstum, insbesondere im Bereich der biologischen und nachhaltigen Landwirtschaft. Mehr zum Umwelt- und Naturschutz.

Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden