1. Motion
Der Regierungsrat wird beauftragt, eine umfassende, obligatorische Meldepflicht und eine öffentlich zugängliche Statistik für alle Personenschäden, Sachschäden und Tierverletzungen im Zusammenhang mit der Hobby-Jagd einzuführen. Insbesondere ist sicherzustellen, dass
- jeder Vorfall, bei dem eine Person durch die Hobby-Jagd verletzt, gefährdet oder getötet wird, innerhalb von 24 Stunden gemeldet werden muss
- Sachschäden an Eigentum Dritter durch Jagdaktivitäten verursacht werden, unterliegen einer Meldepflicht
- Verletzungen und Todesfälle von Jagdhunden dem Veterinäramt gemeldet werden müssen
- Fehlabschüsse geschützter Tierarten als eigene Kategorie erfasst werden
- der Kanton eine zentrale, öffentlich einsehbare Datenbank einrichtet
- die Unterlassung der Meldepflicht als Jagdvergehen geahndet wird
2. Kurze Begründung
Jagdopfer in Europa werden nicht systematisch erfasst. In der Schweiz existiert keine zentrale Statistik, die alle Schäden durch die Hobby-Jagd zusammenführt. Jagdunfälle werden als polizeiliche Einzelfälle registriert – eine Gesamtauswertung existiert nicht. Diese Intransparenz ist kein Zufall. Eine lückenlose Statistik würde die öffentliche Debatte auf eine sachliche Grundlage stellen.
- Dossier Jagdopfer in Europa
- Dossier Jagdunfälle in der Schweiz