Am 5. März 2021 wurde in Appenzell I.Rh. eine Geiss durch einen Wolf gerissen.

Die Wildhut hat vor Ort DNS-Spuren entnommen und zur Individualbestimmung eingeschickt. Das Ergebnis liegt nun vor. Der genetisch nachgewiesene Wolf M169 stammt aus Italien und wurde am 20. Februar in der Valle Maggia im Tessin ebenfalls genetisch nachgewiesen. In der Zwischenzeit wurde in Appenzell I.Rh. im Gebiet Sonnenhalb auch eine durch einen Wolf gerissene Hirschkuh gefunden.

Dies alles zeigt, dass zurzeit Alpenweit sehr viel Dynamik in der Wolfspopulation vorherrscht. Wölfe wandern sehr weite Strecken an und ab. Die Tatsache, dass bereits zwei gerissene Hirschkühe aufgefunden werden konnten, deutet darauf hin, dass der Wolf seinen natürlichen Platz im Ökosystem einnimmt und seinen Einfluss auf wildlebende Paarhufer ausübt.

Inwiefern sich die Wolfsanwesenheit auf die Entwicklung der Rotwildbestände abzeichnen wird, kann noch nicht gesagt werden. Die Jagdverwaltung beobachtet die Entwicklung und wird regelmässig dazu informieren.

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